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Insgesamt leben im Ortenaukreis derzeit 325 Kinder und Jugendliche in 270 Pflegefamilien. „Der Bedarf ist groß, daher sucht das Jugendamt stets neue Pflegefamilien“, so Andreas Linse, Leiter des Bereichs Sozialarbeit im Jugendamt des Landratsamtes Ortenaukreis.

89 Prozent der befragten Pflegeeltern im Ortenaukreis würden wieder ein Pflegekind aufnehmen. Dies ergab bereits 2012/2013 eine Studie der Evangelischen Hochschule Freiburg. Ein Grund dafür, dass sich seit Jahren immer wieder einige Familien für die Aufnahme eines Pflegekindes bewerben, sei das besondere Betreuungskonzept des Jugendamtes im Landratsamt Ortenaukreis.

„Pflegeeltern sind Wahl-Eltern, die einem Kind oder Jugendlichen eine neue Chance im Leben geben“, sagt Andreas Linse. Dabei gehe es oft auch um „Geborgenheit auf Zeit“. Denn viele Kinder und Jugendliche kommen lediglich vorübergehend in eine Pflegefamilie – und zwar dann, wenn Zuhause die Welt auf dem Kopf steht und die leiblichen Eltern mit ihren Belastungen im Alltag nicht mehr fertig werden. Eheprobleme, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Suchtprobleme und Gewalt in der Familie können Gründe sein, warum das Jugendamt sich entschließt, eine Pflegefamilie für Kinder zu suchen.

„Neue Pflegeeltern werden im Ortenaukreis umfangreich vorbereitet und begleitet“, so Pflegestellenkoordinator Markus Gertis. Die Vermittlung erfolgt nach Bewerbungsgesprächen und einem Vorbereitungsseminar. Anschließend plant der Kommunale Soziale Dienst die Hilfe und ist Ansprechpartner für die Beteiligten. Zusätzlich gibt es ein individuelles Pflegeelterncoaching, Erfahrungsaustausch in Pflegelterngruppen und Fortbildungsveranstaltungen.

„Ein Abenteuer ist es schon“, sagen die meisten Pflegeeltern. „Vor allem weil wir damit umgehen müssen, dass unser Pflegekind ja noch eine zweite Familie hat“. Offen für andere Menschen zu sein ist hier wichtig. „Und wenn man der leiblichen Familie Respekt entgegen bringt und versucht ihre Lage zu verstehen, wird vieles einfacher“, so die häufig gemachte Erfahrung. Den Kindern, die oft „ihr Päckle“ aus der Herkunftssituation mitbringen, hilft es sehr, wenn sie einfach in das Alltagsleben der Pflegefamilie aufgenommen werden. Bereichernde Erfahrungen für die ganze Familie ergeben sich dabei immer.

„Pflegefamilien können Familien mit Kindern, Alleinstehende, Patchworkfamilien oder gleichgeschlechtliche Paare sein. Für die nicht mehr ganz kleinen Kinder oder für Jugendliche können auch ältere Pflegepersonen in Frage kommen“, so Markus Gertis.

Wer Interesse daran hat, einem Kind oder Jugendlichen vorübergehend oder auf Dauer ein Zuhause zu geben, der bekommt beim Jugendamt unter der Telefon-Nummer: 0781 805 1373 weitere Informationen.

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