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Aufgrund der zunehmenden Flüchtlingsströme wird das Landratsamt Ortenaukreis für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen mangels Alternativen vier kreiseigene Turnhallen in Anspruch nehmen müssen. Ab September werden die Hallen des Forstlichen Ausbildungszentrums Mattenhof in Gengenbach, der Beruflichen Schulen im Mauerfeld in Lahr, der Kaufmännischen Schulen mit Integriertem Beruflichen Gymnasium (IBG) in Lahr und des Kreisschulzentrums in Offenburg sowie ein Gebäude der Beruflichen Schulen in Kehl als Flüchtlingsquartiere belegt werden müssen. Diese Maßnahmen werden notwendig, weil der Ortenaukreis gegenüber den ursprünglichen Prognosen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach derzeitigem Stand mit doppelt so vielen neuen Flüchtlingen in 2015 rechnen muss als noch im Februar vorhergesagt.
So kamen im Juli insgesamt 352 Erst- und Folgeantragssteller in den Ortenaukreis; im August geht das Migrationsamt von rund 380 neuankommenden Flüchtlingen aus. Zum 31. Juli lebten bereits 1.616 Flüchtlinge in einer vom Landkreis getragenen Erstunterbringung. Die Gesamtzahl der vorläufig vom Ortenaukreis unterzubringenden Flüchtlinge wird Ende des Jahres vermutlich über 3.000 liegen. Sofern die aktuellen Prognosen von Bund und Land zutreffen, bedeutet dies, dass Stand heute über 1.000 Plätze fehlen.

Wegen der Nutzung der kreiseigenen Hallen als Flüchtlingsunterbringungen können die betroffenen Beruflichen Schulen, aber auch Vereine, welche die Turnhallen des Kreises mitnutzen, diese voraussichtlich bis Februar 2016 nicht mehr in Anspruch nehmen. Darüber und über das weitere Vorgehen informierte das Landratsamt oder die jeweilige Stadtverwaltung die Vorsitzenden der von der Hallennutzung betroffenen Sportvereine.

Angesichts der dramatischen Steigerung der Flüchtlingszahlen und der Verpflichtung des Ortenaukreises zur Unterbringung wirbt der Ortenauer Landrat Frank Scherer bei der Bevölkerung um Verständnis für diesen Schritt. „Wir arbeiten seit Monaten mit Hochdruck daran, besser geeignete Unterbringungen zu organisieren. Das ist uns bisher gelungen, jetzt aber stoßen wir an unsere Grenzen. Wir stehen in den nächsten Monaten vor der großen Herausforderung, mit vereinten gesellschaftlichen Kräften die schwierige Situation zu meistern“, so Scherer. „Insoweit bin ich den Städten und Gemeinden für Ihre Unterstützung dankbar.“

Zugleich zeigt sich der Landrat beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Engagement vieler Bürger, die in den Kommunen des Ortenaukreises Netzwerke gebildet haben, um Neuankömmlinge zu unterstützen: „Die Ankunft der zahlreichen Flüchtlinge hat zu einem beispiellosen Miteinander und einer Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung geführt. Ich danke allen Ortenauern, die sich in so hohem Maße engagieren und glänzende Vorbilder einer weltoffenen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Gesellschaft sind.“ Damit das so bleibt, appelliert der Landrat erneut an die Bundes- und Landespolitik, rasch im Sinne seines 10-Punkte-Plans vom 22. Juli 2015 zu handeln.

Um geeignetere Unterbringungslösungen für die Flüchtlinge zu finden und um die Sporthallen schnellstmöglich wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung zu stellen, sucht der Ortenaukreis ab sofort auch intensiv nach Flächen, die sich zur Aufstellung von Wohncontainern eignen. Zusätzlich rufen der Ortenaukreis und die Kommunen private und gewerbliche Vermieter dazu auf, leer stehende Unterkünfte zur Anmietung für die Flüchtlinge bereitzustellen. „Wir befinden uns permanent in Gesprächen mit potenziellen Anbietern von Wohnraum – nicht erst seit die Lage so brisant geworden ist. Dennoch suchen wir nach wie vor händeringend nach geeigneten Gebäuden oder Wohnungen“, so Michael Loritz, Dezernent für Infrastrukturen, Baurecht und Migration.

Für Bürger oder Unternehmen, die möglicherweise geeignete Flächen oder Wohnobjekte zur Verfügung stellen können, steht Regina Gerber-Metz vom Migrationsamt im Landratsamt Ortenaukreis unter Telefon 0781 805 9034 oder via E-Mail unter regina.gerber-metz@ortenaukreis.de zur Verfügung. Ansprechpartner für kleinere Wohneinheiten für eine Anschlussunterbringung ist die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

 

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