Hilfsnavigation

  • Kulinarische Ortenau
  • Das Ortenberger Schloss am Abend.
  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Wir beraten Sie gerne.
Großes Bild anzeigen
Die bulgarischen Praktikanten mit (v. r.) Beamtenanwärterin Nadja Rexter und Barbara Albermann, Referentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Landratsamt Ortenaukreis.

Sieben Jugendliche aus dem bulgarischen Vidin sind seit Anfang Juli im Ortenaukreis und absolvieren in den kommenden vier Wochen Praktika in verschiedenen Unternehmen. Damit wird das 2013 auf Initiative von Landrat Frank Scherer gestartete Qualifizierungsprogramm zwischen dem Ortenaukreis und seiner Partnerregion Vidin „Jugend ohne Grenzen – unsere gemeinsame Zukunft“ auch 2015 fortgesetzt.

Für einige der 16- bis 18-jährigen Gymnasiasten ist es der erste Aufenthalt in Deutschland. „Ich freue mich, dass die jungen Menschen Mut zeigen und diesen Schritt trotz einiger Sprachschwierigkeiten wagen. Ich bin mir sicher, dass der Aufenthalt ihnen eine große Chance bietet und sie wertvolle praktische Erfahrungen in modernen Betrieben sammeln. Das hilft ihnen sicherlich auch, ihre Berufswünsche zu konkretisieren“, so der Landrat.

Fünf Ortenauer Firmen haben zur Unterstützung des Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin wieder Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt. „Der Betreuungsaufwand wegen der Sprachhindernisse ist relativ hoch und die Entscheidung für die Unternehmen daher nicht immer einfach. Ich freue mich sehr über das Engagement der teilnehmenden Firmen“, erklärt Scherer. Praktikumsplätze bieten der Europa-Park in Rust, die Firma Baier in Renchen-Ulm, das Hotel Dollenberg in Bad Peterstal-Griesbach, Edeka Südwest und BN-Netze in Offenburg.

„Es wäre ein schöner Erfolg, wenn auch einer der diesjährigen Praktikanten anschließend eine Ausbildung hier absolvieren würde“, erhofft sich Scherer. Eine Jugendliche aus Vidin, die 2013 als Praktikantin im Ortenaukreis war, beginnt jetzt eine Ausbildung als Restaurantfachfrau im Europa-Park in Rust.

Bei einem Besuch der Praktikanten im Berufsausbildungszentrum der Arbeitsagentur Offenburg stellte Berufsberaterin Rachael Nowotny das für die jungen Bulgaren unbekannte duale Ausbildungssystem vor. Die Vorteile der betrieblichen Ausbildung in Kombination mit dem Besuch einer beruflichen Schule konnten die Schülerinnen und Schüler aus Vidin bei einer Stippvisite der Mechatroniker im dritten Ausbildungsjahr an den Gewerblichen Schulen in Offenburg kennenlernen. Englisch-Lehrerin Irene Hildenbrand hatte ihre Schüler auf den bulgarischen Besuch vorbereitet und moderierte den Austausch mit den Gästen über die jeweiligen nationalen Ausbildungssysteme.

Die Gymnasiasten aus Vidin ließen sich durch die verschiedenen Werkräume führen und konnten einen Blick über die Schultern der dort arbeitenden Auszubildenden und auf deren praktische Arbeiten werfen. „Sie waren sichtlich beeindruckt von der Ausstattung“, berichtet Barbara Albermann, Referentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Landratsamt Ortenaukreis, die den Praktikumsaufenthalt organisiert hat und auch den ständigen Kontakt zu den Praktikanten hält.

Während des Praktikums sind die Jugendlichen bei Gastfamilien oder in von den Unternehmen organisierten Unterkünften untergebracht. „Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen von den Unternehmen und auch von den Praktikanten bekommen“, so Albermann.

Ziel des Qualifizierungsprogramms Ortenau-Vidin ist es, den von der herrschenden hohen Jugendarbeitslosigkeit in Bulgarien bedrohten jungen Menschen hier die Möglichkeiten einer dualen Ausbildung aufzuzeigen. Mit dem Know-How-Transfer nach bestandener Ausbildung zurück nach Bulgarien könnte ein Beitrag geleistet werden, um dort Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel zu begegnen. Der Ortenaukreis liegt mit diesem Projekt ganz auf der Linie der EU-Donauraumstrategie, wo die berufliche Qualifizierung und der Export des dualen Ausbildungssystems einen Schwerpunkt bilden.

Wo finde ich was?
Wo finde ich was?
Der Landkreis im Detail
Lagekarte
Modellkommune E-Government
Modellkommune E-Government