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Landrat Frank Scherer (2.v.l.) gibt die neue Aluminiumradwegbrücke offiziell für den Verkehr frei.

Die Radwegverbindung Kippenheimweiler, Wittenweier, Nonnenweier und Ottenheim ist lückenlos abgeschlossen. Eine Aluminiumbrücke für Fußgänger und Radfahrer über die Bundesautobahn A 5 vervollständigt das 8,6 Kilometer lange Gesamtprojekt. Nach drei Monaten vorbereitender Bauarbeiten war das Brückenbauwerk unter zweistündiger Vollsperrung der Autobahn am vergangenen Samstag in der Nacht eingesetzt worden. „Die Radfahrer und Fußgänger müssen nun nicht mehr vom Radweg auf die Straße wechseln, sondern können entspannt und vor allem sicher weiterfahren“, sagte Landrat Frank Scherer. Er war gestern mit Bürgermeistern, Ortsvorstehern, Kreisräten sowie Vertretern des Regierungspräsidiums Freiburg und des Landratsamts Ortenaukreis von Ottenheim aus zu einer gemeinsamen Radtour entlang der Kreisstraße Richtung Kippenheimweiler gestartet, um die Brücke für den Verkehr freizugeben.

Das aufwendige, aber sehr innovative Verfahren habe sich gelohnt. Das Radwegenetz des Ortenaukreises sei durch diese außerordentlich gut gelungene Rad- und Gehwegbrücke wieder ein Stück sicherer und attraktiver geworden, so der Landrat. Der 31 Tonnen leichte Aluminium-Überbau sei ein erstaunliches Bauwerk und mit 48 Metern Spannweite die längste freischwebende Aluminiumbrücke überhaupt in Deutschland sowie die einzige, die eine deutsche Autobahn überspanne. „Mit dieser Konstruktion, die technisch auf dem neuesten Stand ist, demonstriert der Ortenaukreis erneut Innovationsstärke!“, verkündete Scherer.

Der Landrat erläuterte die Vorzüge des Aluminium-Modells: Aufgrund seiner Eloxierung ist die Brücke nahezu wartungsfrei und kann im Winter auch von Räumfahrzeugen mit bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht befahren werden. Die Brücke kommt ohne Mittelpfeiler aus, dadurch wurden beim Bau der Brücke Verkehrsbehinderungen auf der A5 vermieden. Sollte es zum 6-streifigen Ausbau der A 5 kommen, kann der Aluminium-Überbau problemlos am Stück ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Im Ortenaukreis gibt es bereits 144 Kilometer Radwege. „Sie machen einen wichtigen Teil der Infrastruktur gerade im ländlichen Raum aus und steigern die Attraktivität der Region auch für den boomenden Radtourismus“, erklärte Scherer. Sechs neue Maßnahmen (Neubau der Rad- und Gehwege Achern-Önsbach, Achern-Mösbach, Kappelrodeck-Waldulm und Achern-Oberachern; Oberkirch und Bottenau; Rheinau-Rheinbischofsheim; Münchweier und Wallburg; Hofstetten und Haslach (Lückenschluss) sowie die Anlage eines Rad- und Gehweges zwischen Offenburg-Bohlsbach und Durbach-Ebersweier bis nach Appenweier-Nesselried) sind in das Förderprogramm des Landes für 2015 aufgenommen wurden, so dass der Ortenaukreis sein Radwegenetz weiter ausbauen wird.

 

1. Neubau von Rad- und Gehwegen

- entlang der K 5342 zwischen Kippenheimweiler und Nonnenweier
- entlang der L 100 und der K 5343 zwischen Nonnenweier und Ottenheim
- entlang der K 5343 zwischen Nonnenweier-Kirche und Schutterentlastungskanal
- entlang der K 5368 und der L 104 bei Wittenweier

2. Brückenneubau:

- Neubau der Brücke im Zuge der K 5343 über den Schutterentlastungskanal bei Nonnenweier
- Neubau einer Rad- und Gehwegbrücke entlang der L 100 über den Schutterentlastungskanal bei Nonnenweier
- Neubau einer Rad- und Gehwegbrücke entlang der K 5342 über die A 5 bei Kippenheimweiler inkl. Neubau eines Stützbauwerkes entlang der K 5342 bei Kippenheimweiler

3. Umbau des Knotenpunktes L 104 / K 5368 bei Wittenweier zu einem Kreisverkehrsplatz

4. Erneuerung der Deckschicht
- der K 5342 und der K 5343 in der Ortsdurchfahrt Nonnenweier
- der K 5342 zwischen Kippenheimweiler und Nonnenweier
- der K 5343 zwischen Nonnenweier-Kirche und Schutterentlastungskanal

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 6,1 Mio. Euro. Davon trägt der Ortenaukreis rund 2,8 Millionen, die beteiligten Gemeinden rund 127.000. Die restlichen Kosten werden über Landeszuschüsse finanziert.

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