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Der Erste Landesbeamte des Ortenaukreises, Nikolas Stoermer (2.v.l.), überreichte die immissionsschutzrechtliche Genehmigung

Am heutigen Dienstag, 16. Juni 2015, hat das Landratsamt Ortenaukreis dem E-Werk Mittelbaden die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und Betrieb weiterer drei Windenergieanlagen auf der Prechtaler Schanze übergeben. Auf dem Bergrücken zwischen Prechtal und dem Gutachtal werden voraussichtlich bis Ende 2016 insgesamt sechs Windenergieanlagen 38 Millionen Kilowattstunden regenerativ erzeugten Strom für die Region produzieren.

Die zusätzlichen drei Windenergieanlagen des Typs Enercon E 115 sind nahezu baugleich zu den derzeit entstehenden Anlagen. Ihre Leistung beträgt ebenfalls je drei Megawatt. Die Nabenhöhe liegt bei 149 Metern und ihre Gesamthöhe beträgt rund 200 Meter. Lediglich ihr Rotordurchmesser ist knapp 15 Meter größer als bei den ersten drei Anlagen. Er beträgt 115 Meter.

„Die Konzentration von Windenergieanlagen an einzelnen Standorten ist erklärtes Ziel des Ortenaukreises“, sagt Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und verantwortlicher Dezernent für Immissionsschutz. „Umso mehr freut es mich, dass der Ortenaukreis diesen weiteren Schritt zum Gelingen der Energiewende durch Erweiterung eines bereits genehmigten und im Bau befindlichen Windparks leisten kann.“

Der Genehmigung war eine umfangreiche Anhörung aller betroffenen Träger öffentlicher Belange vorausgegangen. „Verkehrssicherung im Nahbereich der Anlagen ist in einem solchen Genehmigungsverfahren ebenso ein Thema wie Flugsicherheit, Denkmalschutz, Immissionsschutz und Natur- und Artenschutz“, erläutert Julia Morelle, Leiterin des Amtes für Gewerbeaufsicht, Immissionsschutz und Abfallrecht im Landratsamt. Im Rahmen umfassender Stellungnahmen konnte die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens bestätigt werden.

Ulrich Kleine, Vorstand E-Werk Mittelbaden, freut sich über die erteilte Genehmigung und zeigt die Entwicklung der regenerativen Energieerzeugung in der Ortenau auf: „Den Grundstein für die regenerative Energieerzeugung in der Region haben wir vor rund zehn Jahren gelegt. Was mit dem Aufbau von Photovoltaikanlagen begann, erweiterten wir fünf Jahre später durch unsere Wasserkraftwerke in der Kinzig und im Mühlbach. Mit der heutigen Genehmigung können wir unseren eingeschlagenen Weg der regenerativen Energieerzeugung für die Region nahtlos fortsetzen: Wir verstärken die Produktion von erneuerbaren Energien in der Ortenau, um alle Haushalte mit Ökostrom versorgen zu können. Unser Dank gilt allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“

Für den Kooperationspartner des E-Werk Mittelbaden, die Windkraft Schonach GmbH, ist die Genehmigung erneut Anlass zur Freude. Geschäftsführer Gerhard Kienzler ist mit seinem Team zuständig für die Projektentwicklung. Kienzler: „Ich bin stolz und froh, dass diese überaus anspruchsvolle Genehmigung durch eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erreicht werden konnte, gehen doch die Ursprünge unserer Projektidee auf die Jahre 2002 und 2003 zurück. Das Projekt wird auch für die Energiewende und die nachhaltige Stromerzeugung für die Zukunft beispielhaft sein.“

Der Beginn der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2015 vorgesehen. Dazu zählen die Maßnahmen für die Zuwegung und das Errichten der Fundamente der drei neuen Anlagen, von denen eine auf der Gemarkung Gutach und zwei auf der Gemarkung Mühlenbach stehen werden. Abhängig von den Witterungsverhältnissen können bis zur Winterpause noch zwei Türme errichtet werden.

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