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Die Heimaufsicht im Landratsamt Ortenaukreis kann in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Seit Mai 1975 trägt das Landratsamt für das Wohlergehen der volljährigen Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf und Menschen mit Behinderung, die in einem der Ortenauer Betreuungs- und Pflegeheime leben, Sorge.

„Seit vier Dekaden kommt den Kolleginnen und Kollegen der Heimaufsicht die äußerst verantwortungsvolle Aufgabe zu, durch regelmäßige und fachgerechte Begutachtungen der Wohneinrichtungen im Ortenaukreis ein würdevolles Leben deren Bewohner zu gewährleisten“, so Landrat Frank Scherer. „Dabei ist es erfreulich, dass wir im Ortenaukreis in all den Jahren keine Pflegemissstände oder -skandale feststellen mussten.“

Die Heimaufsicht ist eine staatliche Verbraucherschutzinstanz. Sie hat die vorrangige Aufgabe, die Bedürfnisse und Interessen von Heimbewohnern zu sichern und die Einhaltung der heimrechtlichen Bestimmungen zu prüfen. Dazu gehört etwa die fachgerechte Betreuung, Pflege und medizinische Versorgung der Bewohner durch ausreichendes Personal sowie die Einhaltung baulicher und hygienischer Standards.

Zusätzlich zu ihrer Überwachungs- und Kontrollfunktion berät sie Heimbewohner und deren Angehörige sowie Heime und deren Träger.

„Seitdem der Ortenaukreis die Aufsicht über die Heime inne hat, ist die Anzahl der zu prüfenden Einrichtungen erheblich gestiegen, aber auch die Strukturen haben sich stark verändert“, sagt Ninja von Rudloff, zuständige Dezernentin im Landratsamt. Bedingt durch den demografischen Wandel, neue Lebensformen und Familienstrukturen und auch aufgrund der gesundheitspolitischen Entwicklungen leben heute deutlich mehr Menschen in Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen als noch vor 40 Jahren. Neben Altenheimen, Altenwohnheimen, Pflegeheimen und Wohnheimen für behinderte Menschen gibt es heute auch ein Hospiz sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften, welche von der Heimaufsicht zu prüfen sind. Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege sowie des Betreuten Wohnens haben einen nur geringen Grad von Fremdbestimmung für die Bewohner und unterliegen deshalb nicht der staatlichen Aufsicht.

Während die rund 30 Ortenauer Heime in den Pionierjahren der Heimaufsicht noch von den Mitarbeitern der Gewerbepolizei mitbetreut werden konnten, prüfen heute vier Mitarbeiter die insgesamt 89 Einrichtungen im Ortenaukreis.

Ein Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit der Heimaufsicht wird die Umsetzung der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO) in Bezug auf die Anforderungen an bestehende Einrichtungen sein. Diese Verordnung gibt vor, dass alle Einrichtungen bis zum Ende der Übergangsfrist am 31. August 2019 nur noch Einzelzimmer mit jeweils direkt zugänglicher Nasszelle in Wohngruppen mit höchstens 15 Bewohnern haben dürfen. Die Heimaufsicht wird prüfen und entscheiden müssen, ob bestehende Einrichtungen – unter Wahrung der Bedürfnisse der Bewohner – von der Erfüllung dieser Anforderungen befreit werden können.

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