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Knapp 81 Prozent der Kinder im Ortenaukreis sind entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut zweimal gegen Masern geimpft sind. Dies zeigen die inzwischen ausgewerteten Daten aus den Untersuchungen der Schulanfänger 2014 beim Landratsamt Ortenaukreis.

Für die Kinderärztinnen beim Gesundheitsamt des Ortenaukreises, Dr. Katrin Nagel und Angela Hübner, ist diese Quote keineswegs zufriedenstellend. „Um eine Verbreitung der Masern zu verhindern, müssten über 95 Prozent der Bevölkerung einen Schutz gegen diese Erkrankung haben“, so die Ärztinnen. Dieser könne sicher mit Hilfe einer zweimaligen Impfung im Kindesalter ab elf Monaten und mit Nachholimpfungen entsprechend den STIKO-Empfehlungen erreicht werden.

Die Amtsärztinnen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes unterstützen daher den Aufruf der Europäischen Impfwoche, die unter dem Motto „Impflücken schließen“ steht. „Alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten ihren Masern-Impfschutz bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt überprüfen lassen und fehlende Impfungen schnell nachholen“, empfehlen Hübner und Nagel.

Bei dem seit Monaten anhaltenden Masernausbruch in Berlin, musste etwa ein Viertel der Betroffenen ins Krankenhaus, und ein Todesfall war zu beklagen. Auch im Ortenaukreis ist es laut Gesundheitsamt in den letzten Wochen vereinzelt zu Masernerkrankungen gekommen.

Die Eliminierung von Masern und Röteln in Europa und auf der gesamten Welt ist erklärtes Ziel der Weltgesundheitsorganisation, dem sich auch Deutschland verpflichtet hat. „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Die Erkrankung ist häufig begleitet von Komplikationen. Am häufigsten treten gemeinsam mit Masern Mittelohrentzündungen, Bronchitis, Lungenentzündungen und Durchfall auf. Eine besonders gefürchtete Komplikation, die akute postinfektiöse Gehirnentzündung, zu der es in etwa 0,1 Prozent der Fälle kommt, endet bei etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen tödlich“, betont Dr. Katrin Nagel und erläutert: „In etwa einem von einer Million Fällen tritt eine solche Enzephalitis auch nach der Impfung auf – das ist jedoch tausend Mal seltener als bei der Erkrankung selbst. Auch die bei Masern recht häufig auftretenden Fieberkrämpfe können aufgrund einer Impfung weitestgehend vermieden werden.“

„Wer sich gegen eine Impfung entscheidet, gefährdet nicht nur seine eigene Gesundheit oder die seines Kindes, sondern auch die solcher Personen, die nicht geimpft werden können, wie etwa Säuglinge unter einem Jahr oder immungeschwächte Personen“, geben die Ärztinnen zu bedenken. Bei einer Impfquote über 95 Prozent gehen die Mediziner von einer sogenannten Herdenimmunität aus. In diesem Falle ist die Anzahl der immunen Personen gegen eine Erkrankung so groß, dass kaum noch eine Gefahr für die ungeimpften Personen besteht.

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