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Die Kommunale Arbeitsförderung im Landratsamt Ortenaukreis (KOA) beteiligt sich am neuen vom ESF (Europäischen Sozialfonds) und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) finanzierten Programm zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen. Der Kreistag des Ortenaukreises hat in seiner Sitzung am Dienstagnachmittag, 21. April, einstimmig beschlossen, zwei der für die Programmumsetzung erforderlichen acht Stellen für die Dauer des Projekts neu zu schaffen und die weiteren sechs Stellen aus dem zum Jahresende 2015 auslaufenden Projekt „Perspektive 50plus“ zu überführen. Ziel des Programms ist es, sogenannte arbeitsmarktferne langzeitarbeitslose Leistungsbezieher im Sozialgesetz II (SGB II) nachhaltig in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren und dadurch deren soziale Inklusion zu fördern.

„Insgesamt kann der Ortenaukreis durch die Teilnahme am Bundesprogramm in den kommenden fünf Jahren mit rund 3,8 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds rechnen“, so Landrat Frank Scherer über die für Ende dieser Woche in Aussicht gestellte Bewilligung. In den letzten Jahren seit Gründung der KOA sind durch die Zielgruppenprojekte für Arbeitssuchende über 50 Jahre, jugendliche Langzeitarbeitslose und alleinerziehende Leistungsempfänger oder auch die Bürgerarbeit jährlich Zuwendungen von mehreren Millionen Euro vom Bund und vom ESF zusätzlich in den Ortenaukreis geflossen. „Mit dem aktuellen Konzept hat die Kommunale Arbeitsförderung erneut überzeugt und so auch für die Zukunft eine gute Grundlage für den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit in der Ortenau geschaffen“, so der Landrat weiter.

Für die beiden ab Juli 2016 benötigten neuen Stellen fallen keine zusätzlichen Kosten für den Kreishaushalt an. Diese werden in der vollen Summe von 157.800 Euro durch den Bund und den ESF gegenfinanziert. Mit seinem Beschluss ist der Kreistag der Empfehlung des Verwaltungsausschusses gefolgt. Der Sozialausschuss des Kreistags hatte bereits im Februar 2015 die Beteiligung an dem neuen Programm empfohlen.

Die KOA wird das neue ESF-Bundesprogramm unter dem Titel „Perspektiven planen“ (Pep) umsetzen. Ziel ist es, 100 langzeitarbeitslose Leistungsberechtigte, die das 35. Lebensjahr vollendet haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Dabei sollen Menschen, die weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind und beispielsweise über keinen Berufsabschluss oder keine verwertbare Berufserfahrung verfügen, durch die Qualifizierung professioneller Coachs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden und dadurch aus der Spirale der Langzeitarbeitslosigkeit gelangen. „Neu und einzigartig an dem Programm ist, dass die Teilnehmer auch nachdem sie eine Beschäftigung aufgenommen haben durch einen Coach begleitet und unterstützt werden. Sogenannte Betriebsakquisiteure suchen nach geeigneten Stellen und knüpfen Kontakte zu Arbeitgebern “, erläutert Sozialdezernent Georg Benz die Programmdetails. Darüber hinaus stellt er in Aussicht, dass Unternehmen bei Einstellung eines Programmteilnehmers für zwei bis drei Jahre degressiv gestaffelte Lohnkostenzuschüsse von 75 bis 25 Prozent des Arbeitgeberbruttos erhalten können.

Für weitere Informationen steht interessierten Arbeitgebern der Betriebsakquisiteur Jens Stecher unter Telefon 0781 - 805 9341 oder via E-Mail unter stecher.koa@ortenaukreis.de zur Verfügung. Allgemeine Informationen zur KOA finden Sie auf deren Internetseite unter www.koa-ortenau.de.