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Der Weltwassertag 2015 am Sonntag, 22. März, steht unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. Der Weltwassertag, geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22.12.1992 zurück, mit dem Ziel die Öffentlichkeit auf den Wert des sauberen Wassers aufmerksam zu machen. Wasser ist keine Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das beschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.

„Dazu gehört, dass ein guter Zustand der Fließgewässer, Seen, Küstengewässer und des Grundwassers erreicht wird“, erläutert Bernhard Vetter, Leiter des Amts für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis. Darauf werde konsequent hingearbeitet, denn dies sei auch das erklärte Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die im Jahr 2000 in Kraft getreten ist. Die WRRL fordert zum einen die Qualität von Oberflächen- und Grundwasser zu verbessern, indem etwa weniger schädliche Stoffe in die Gewässer gelangen. Des Weiteren sollen durch Renaturierungsmaßnahmen die Gewässerstrukturen verbessert werden, beispielsweise durch Bepflanzungen, Entfernen von technischen Uferbefestigungen oder Ausbilden von Inseln. Und vor allem sollen Bäche und Flüsse für Fische durchgängig gemacht werden.

Die untere Wasserbehörde beim Landratsamt hat den Auftrag, die Maßnahmen rechtlich umzusetzen. Im Ortenaukreis sind es insgesamt 159 Maßnahmen in den Bereichen Gewässer und Abwasser. Vetter teilt mit, dass seit Inkrafttreten der Richtlinie kreisweit 56 Objekte umgesetzt wurden. Bei den Anlagen im Gewässer handle es sich überwiegend um Wehre, die mit Fischaufstiegsanlagen wieder für die Gewässerlebewesen passierbar werden. Das Augenmerk liege vor allem auf Wanderfischarten wie dem Lachs oder dem Aal, deren Vorkommen auf einen naturnahen Zustand hinweist. Die Wanderung vom und zum Meer über den Rhein soll wieder ermöglicht werden. Daher haben im Ortenaukreis Maßnahmen an Gewässern mit potentiellen Laichplätzen Vorrang. Als solche „Lachsgewässer“ gelten Rench, Kinzig, Erlenbach, Gutach und Wolf.

„Die Anstrengungen kommen natürlich auch anderen Gewässerlebewesen zugute“, betont Vetter. Ausreichende Wassermengen und strukturelle Maßnahmen erhöhen die Dynamik des Gewässers und damit die Vielfalt der Lebensräume von der Gewässersohle bis zu den angrenzenden Uferbereichen. Maßnahmen im Abwasserbereich wie der Bau von Regenüberlaufbecken oder die Optimierung von Kläranlagen tragen ebenso dazu bei, die Gewässergüte zu verbessern und den dauerhaft guten Zustand der Gewässer im Sinne der WRRL zu erreichen.

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