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In der Debatte um den Ausbau der Rheintalbahn hat sich der Kreistag des Ortenaukreises in seiner heutigen Sondersitzung mit einer deutlichen Mehrheit von 48 zu 28 Stimmen bei fünf Enthaltungen für eine autobahnparallele Güterzugtrasse ausgesprochen. Damit folgten die Kreisräte der Empfehlung von Landrat Frank Scherer, der die Arbeitsgruppe des aus Bund, Bahn, Land und Region zusammengesetzten Projektbeirats für den Neubauabschnitt Offenburg-Riegel leitet.

"Nach fünf Jahren intensiver Arbeit im Projektbeirat liegen uns nunmehr alle wesentlichen Erkenntnisse für den Vergleich beider Trassenvarianten vor. Nach sorgfältiger Abwägung der jeweils positiven wie negativen Effekte ist für mich die Autobahnparallele die bessere Alternative für die Menschen in der Region", erläutert Frank Scherer seine Entscheidung. Diese habe er sich aufgrund der vielen gegensätzlichen Positionen und der Tragweite des Themas nicht leicht gemacht.

Scherer: „Zwar braucht man zum Bau der Autobahnparallelen mehr Fläche, und sie belastet zudem die Natur mehr als die Antragstrasse. Auf der anderen Seite können die Menschen bei der Autobahnparallelen deutlich besser vor Lärm geschützt werden, hier brauchen wir keinen passiven Lärmschutz. Hinzu kommt, dass die Antragstrasse Städte und Orte unzumutbar zerschneiden würde. Natürlich sind auch der größere Verbrauch von landwirtschaftlichen Flächen und die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes bittere Pillen, die wir beim Bau der Autobahnparallelen schlucken müssen. Doch der Schutz des Menschen hat Vorrang! Auch bei Ausschöpfung aller aktiven Lärmschutzmöglichkeiten müssten bei der Antragstrasse immer noch 224 Menschen ihre Fenster und Türen umrüsten. Außerdem bräuchten wir Lärmschutzwände, die deutlich höher – mit Gleisbett bis zu zehn Meter – und länger sein müssten als bei der Autobahnparallelen und ganze Stadtviertel und Ortskerne so durchschneiden würden, dass das Wohnen für die Menschen dort keine Lebensqualität mehr hätte. Schließlich gäbe es bei einem Gefahrgutunfall für die Anwohner deutlich mehr Risiken.“

„Ich freue mich, dass der Kreistag mit einer klaren Mehrheit dieser Begründung gefolgt ist“, so Scherer weiter. Um die Interessen des Ortenaukreises mit Nachdruck in Stuttgart und Berlin vertreten zu können und um weitere Mittel für rechtlich nicht vorgeschriebene Punkte, besonders für zusätzlichen Lärmschutz, zu erwirken, sei dies von großer Bedeutung.

Der Projektbeirat will voraussichtlich noch vor der Sommerpause den Beschluss über den Abschnitt zwischen Offenburg-Süd und Riegel fassen. Dem Projektbeirat gehört neben Bahn, Bund und Land auch die Region an. Die zusätzlich erforderlichen finanziellen Mittel für die gewünschten Verbesserungen müssen schließlich der Bundestag und der Landtag von Baden-Württemberg genehmigen.

Bereits am 26. Februar hatte sich der Regionalverband Südlicher Oberrhein in einem eindeutigen Votum für die Autobahnparallele ausgesprochen. Eine entsprechende Positionierung des Kreistages des Landkreises Emmendingen wird am 9. März erwartet.

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