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v.l.: Baubürgermeister der Stadt Lahr Tilmann Petters, Graffitikünstler Stéphane Helbert, Jürgen Feuerstein, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma, (vorne) und Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises.

Die Mauer entlang der kreiseigenen Asylbewerberunterkunft in der Geroldsecker Vorstadt in Lahr wird mit einem Graffiti-Kunstwerk zum Thema „Integration-Inspiration“ verschönert. Landrat Frank Scherer gab dafür heute zusammen mit dem Baubürgermeister der Stadt Lahr, Tilmann Petters, Jürgen Feuerstein, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma, und dem Graffitikünstler Stéphane Helbert den Startschuss.

Der Ortenaukreis hat die Asylbewerberunterkunft im Jahr 2014 grundlegend saniert. Die etwa 80 Meter lange Mauer, die das Grundstück zur Bundesstraße hin abgrenzt, wird nun in Zusammenarbeit mit der Lahrer Firma Feuerstein GmbH - mit der Marke „MOLOTOW™“ Weltmarktführer für Graffiti-Bedarf - mit einem Bild des elsäßischen Künstlers Stéphane Helbert gestaltet werden.

„Die Flüchtlinge, die bei uns Zuflucht suchen, sollen sich wenn vielleicht auch nicht daheim, so doch wenigstens wohl fühlen und optimal integriert werden können“ betonte der Landrat. „Das haben wir hier in Lahr mit der umfassenden Sanierung der beiden Gebäude bereits erreicht. Das Graffiti ist nun das I-Tüpfelchen, das der Unterkunft auch von außen eine freundlichere Ansicht gibt. Das Thema des Graffitis „Integration-Inspiration“ interpretiere ich in zwei Richtungen: Wir brauchen viel Inspiration, damit Integration gelingt. Gelingt uns aber Integration, dann inspiriert sie uns zu mehr Vielfalt und Buntheit, was unserer Gesellschaft gut tut.“

„Die Idee des Landkreises, die Mauer mit einem Graffiti zu gestalten, trifft voll ins Schwarze“, so Jürgen Feuerstein, in dessen Auftrag der Künstler Stéphane Helbert das Konzept erstellt hat. „Ein Graffiti kann das Thema „Integration-Inspiration“ sehr treffend symbolisch darstellen– nicht zuletzt, weil auch die Graffitikunst um ihre Akzeptanz in der Gesellschaft lange Zeit kämpfen musste. Graffiti vereint Menschen aller Herkunftsländer, Nationalitäten und auch Glaubensrichtungen und ist damit Synonym für Toleranz, Frieden, Zukunft und Freiheit. Finden sich Menschen unter diesen Gesichtspunkten als eine Gemeinschaft zusammen, ergibt das ein Geflecht unterschiedlicher Nationalitäten, das für Stärke und Zusammenhalt steht und das Inspirationsquelle für weitere Integrationsmaßnahmen ist.“

Der aus Straßburg stammende Crossover-Künstler Helbert mit dem Künstlernamen „Antistatik“ erläuterte dazu: „Dieses Geflecht stellen wir mit Hilfe verschiedenfarbiger Linien dar. Jede Linie beginnt mit einem der Schlagworte Toleranz, Frieden, Zukunft und Freiheit, jede Farbe steht für eine andere Länderflagge: Gemeinsam bilden sie ein starkes, harmonisches Geflecht und münden zum Schluss in einem solidarischen Gefüge – in einer Gemeinschaft, wie im Song „ One Nation under a groove“, ein musikalischer Meilenstein des Sängers George Clinton aus dem Jahr 1978. Der Song thematisierte die Grenzen in der Gesellschaft, die andere Menschen aus dieser ausschließen, und rief zu Gemeinschaft, Unabhängigkeit und Freiheit auf.“

Etwa eine Woche wird der Künstler benötigen, um das Graffiti fertigzustellen.

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