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Im Februar 2015 sind die Fallzahlen bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) saisonbedingt wieder deutlich angestiegen. Gegenüber dem Vormonat haben die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und die der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten jeweils um 2,9 Prozent zugenommen. Die Arbeitslosenzahl ist dagegen zeitgleich um 117 gesunken (minus 2,6 Prozent), was im Wesentlichen in der aktiven Arbeitsförderung begründet liegt: So hat im vergangenen Monat die Zahl der Teilnehmer an Arbeitsfördermaßnahmen gegenüber dem Vormonat um 311 und die der Arbeitsmarktintegrationen um 36 zugenommen – beides entlastet die Arbeitslosenstatistik.

„Der Februar ist traditionell der Monat mit dem höchsten Anstieg bei den SGB II-Leistungsempfängern, insofern passen die aktuellen Veränderungsraten der Fallzahlen zur saisonalen Entwicklung“, kommentiert Armin Mittelstädt, der Leiter des Ortenauer Jobcenters, die derzeitige Situation. „Allerdings fiel die Zunahme im vergangenen Monat vergleichsweise hoch aus. Die kommenden Monaten werden zeigen, ob der positive Trend der Vormonate damit beendet ist, oder sich die Arbeitsmarktsituation der Langzeitarbeitslosen nachhaltig verschlechtert hat.“

Derzeit betreut die KOA 8.173 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 16.572 Leistungsempfängern. Von ihnen erhielten 10.944 erwerbsfähige Personen Arbeitslosengeld II und 5.628 Nichterwerbsfähige Sozialgeld. 4.466 Personen gelten gemäß den gesetzlichen Kriterien als arbeitslos und 4.362 Personen als sogenannte „nicht arbeitslose Arbeitsuchende“. Hierzu gehören insbesondere Alg II-Empfänger, die sich in Arbeitsfördermaßnahmen befinden oder über 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und nur ergänzende Leistungen erhalten. Die Gesamtzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen beträgt 8.828. Hinzu kommen 2.116 reine Leistungsbezieher, die z.B. als Alleinerziehende Kinder unter 3 Jahren betreuen, sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden oder als über 58-Jährige nicht mehr vermittelt werden möchten.

Im Februar 2015 haben 111 Arbeitssuchende eine sozialversicherungspflichtige bzw. selbständige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Hinzu kommen 48 Arbeitsaufnahmen auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Insgesamt haben im Berichtsmonat 159 Arbeitsmarktintegrationen stattgefunden.

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