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Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises, übergibt gemeinsam mit Julia Morelle, Leiterin des Amtes für Immissionsschutz beim Landratsamt, den Genehmigungsbescheid an Peter (2. v. rechts) und Matthias Griebl Windpark Hornisgrinde

Das Landratsamt Ortenaukreis hat die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und Betrieb einer neuen Windenergieanlage auf der Hornisgrinde erteilt. Damit darf auf einem exakt festgelegten Bereich auf der Hornisgrinde südwestlich der aktuell bestehenden drei kleinen Windenergieanlagen ein neues Windrad mit einer Nabenhöhe von 84,4 Metern und einem Rotordurchmesser von 71 Metern errichtet und in Betrieb genommen werden. „Jetzt kann die Hornisgrinde, die im Hinblick auf die Windhöffigkeit ein überragendes Potential aufweist, zur besonders effektiven Stromerzeugung genutzt werden“, erklärt Landrat Frank Scherer. Die 120 Meter hohe Anlage hat eine Nennleistung von 2,3 Megawatt. Mit dem Bau dieser Anlage werden gleichzeitig die drei kleinen Windenergieanlagen abgebaut, welche seit 1994 auf der Hornisgrinde Strom erzeugt haben.

„Die Genehmigung stellt einen weiteren Schritt zum Gelingen der Energiewende dar“, weist Dr. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises, bei der Übergabe der Genehmigung an Peter und Matthias Griebl von der Windpark Hornisgrinde GmbH & Co. KG hin. 50 Windenergieanlagen müssten im Ortenaukreis gebaut werden, um das energiepolitische Ziel der Landesregierung zu erreichen. Aktuell sind 18, zumeist kleinere Anlagen, im Ortenaukreis in Betrieb. Bis 2020 sollen 10 Prozent des Stroms aus heimischer Windkraft gedeckt werden.

„Es war ein langer, steiniger Weg bis zur Erteilung der Genehmigung“, erinnert Julia Morelle, Leiterin des Amtes für Immissionsschutz. Bereits in der ersten Besprechung mit den Trägern öffentlicher Belange im Juni 2012 hatten insbesondere die Bundeswehr, die Bundesnetzagentur sowie der Südwestrundfunk Bedenken geäußert hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen ihrer funktechnischen Anlagen auf dem Hornisgrinde-Plateau. Auch war deutlich geworden, dass artenschutzrechtliche Belange nur wenige Spielräume zur Verwirklichung eines solchen Vorhabens auf der Hornisgrinde zulassen. „Aufwendige Gutachten waren erforderlich, um die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens unter Berücksichtigung aller öffentlichen Belange nachzuweisen. Trotz der scheinbaren Größe des Plateaus und seiner offensichtlichen Vorbelastung mit technischen Anlagen war am Ende nur eine kleine Fläche geeignet für die Umsetzung der Windkraftanlage, die wirtschaftlich betrachtet ein Repowering des bestehenden Windparks darstellt“, informiert Dr. Stoermer.

Am genehmigten Standort kann im Vergleich zu den drei bisherigen Anlagen künftig mit einer Anlage die 6,5-fache Nennleistung erbracht werden. Dies entspricht einer Jahresproduktion von über 5,2 Millionen Kilowattstunden Strom.

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