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Der Verwaltungsausschuss des Kreises hat in seiner heutigen Sitzung den Weg für ein Projekt frei gemacht, mit dem der Ortenaukreis Flüchtlinge so früh wie möglich in den Arbeitsmarkt integrieren möchte. Unmittelbar nach Eintreffen der Flüchtlinge im Ortenaukreis sollen Mitarbeiter des Migrationsamts und der Agentur für Arbeit feststellen, welche Flüchtlinge mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Bleiberecht in Deutschland erhalten werden und über Ausbildungen oder Arbeitserfahrungen verfügen, die auf dem Ortenauer Arbeitsmarkt benötigt werden. Die potentiellen Arbeitskräfte nehmen an einem durch das Landratsamt finanzierten und organisierten Sprachkurs teil, der zunächst je nach Fähigkeiten des Teilnehmers einfache Helfertätigkeiten, aber darauf aufbauend auch anspruchsvollere Tätigkeiten ermöglichen soll.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Sprachkurses steht der Vermittlung durch die Agentur für Arbeit nichts mehr im Wege, denn das Arbeitsverbot für Flüchtlinge ist von zwölf auf drei Monate verkürzt worden. Unter Berücksichtigung der Kapazitäten der Sprachkursträger möchte der Kreis maximal 45 Personen pro Jahr so in Lohn und Brot bringen. Die Agentur für Arbeit steht mit drei eigens eingestellten und speziell geschulten Mitarbeitern parat.

Mit der Entscheidung der Kreisräte, Mittel für eine Sozialarbeiterstelle und für Sprachkurse zur Verfügung zu stellen, kann der Kreis sofort mit dem Projekt beginnen. „Das Land Baden-Württemberg will ebenfalls ein entsprechendes Programm im Laufe des Jahres 2015 auf den Weg bringen. Wir wollten jedoch nicht abwarten, bis die Landesregelung in Kraft tritt. Das dauert noch mindestens ein Jahr. So lange wollen wir die beruflichen Potenziale der Flüchtlinge nicht ungenutzt lassen“, erklärt Michael Loritz, Dezernent für Sicherheit und Ordnung im Landratsamt. „Zumal die regionale Wirtschaft sich in Zeiten des Fachkräftemangels schon auf die zusätzlichen Arbeitskräfte freut. Also haben wir uns darum beworben, neben den Regionen Reutlingen, Ludwigsburg und Tübingen im Vorgriff auf das Landesprogramm das Projekt jetzt schon durchführen zu dürfen.“ Der Ortenaukreis muss dafür eigene Finanzmittel einsetzen, erwartet im Gegenzug jedoch Einsparungen bei Sozialleistungen und Krankenhilfeleistungen.

„Die Flüchtlinge können sich und ihrer Familie den Lebensunterhalt selbst erarbeiten und sind außerdem gesetzlich krankenversichert. Die rund 180.000 Euro im Jahr, die wir in das Programm investieren, sind gut angelegt, denn es profitieren davon nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch die Wirtschaft und der Kreis selbst“, so Loritz.

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