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Die Entlass-Urkunde bekam Ewald Elsäßer von Landrat Frank Scherer (links) und Landesforstpräsident Max Reger überreicht (rechts).

Nach 44 Jahren im Öffentlichen Dienst wurde Ewald Elsäßer, langjähriger Leiter des Amtes für Waldwirtschaft beim Ortenaukreis, heute von Landrat Frank Scherer während einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.

Im Beisein von Landesforstpräsident Max Reger und den Forstpräsidenten Meinrad Joos (Regierungspräsidium Freiburg) und Martin Strittmatter (Regierungspräsidium Tübingen), dem Vorsitzenden des Personalrats, Joachim Haag, sowie langjähriger Weggefährten und Kollegen befreundeter Forstbehörden würdigte Scherer im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Offenburg den 65-Jährigen als „vordenkenden Forstexperten und vielseitig versierten Amtsleiter“, der für den waldreichsten Landkreis Baden-Württembergs ein sehr wichtiges Amt aufgebaut und erfolgreich etabliert habe.

„Ewald Elsäßer – ein Mann wie ein Baum!“, skizzierte der Landrat mit einem Augenzwinkern den Leitenden Forstdirektoren Elsäßer. „Nicht was den Stammumfang angeht, sondern was Standhaftigkeit und Qualität seiner Arbeit angehen.“ Elsäßer habe dank seines Fachwissens und seiner Leidenschaft für den Beruf so manchem Sturm getrotzt. Mit der Verwaltungsreform 2005, als die Forstämter zu den Landkreisen übergingen und die Forstreviere neu zugeschnitten wurden, habe sich Ewald Elsäßer sofort mit „Verstand, Augenmaß und Herz“ eingebracht und die Herkulesaufgabe, die Bildung des Amtes für Waldwirtschaft im Ortenaukreis, mit Bravour gemeistert, so Scherer.

Landesforstpräsident Reger blickte in seiner Rede auf die fast 45-jährige Dienstzeit Elsäßers zurück und würdigte seine zahlreichen Verdienste in den verschiedenen Berufsstationen. „Ich danke Ihnen für ein engagiertes und sehr erfülltes Forstleben. Ein Leben für den Wald aber insbesondere auch für die im und für den Wald tätigen Menschen.“ Besonders hervor hob Reger die Verdienste Elsäßers in der Aus- und Fortbildung der Forstwirtinnen und Forstwirte als langjähriger Leiter des Forstlichen Ausbildungszentrums Mattenhof und sein engagiertes Eintreten für die naturnahe Waldwirtschaft sowie die Weißtanne im Schwarzwald. Mit Elsäßer werde ein besonders verdienstvoller Kollege mit einer facettenreichen Persönlichkeit in den Ruhestand verabschiedet, der sich um den Wald und die Forstwirtschaft verdient gemacht hat. „Ich bin stolz darauf, nicht nur einen hervorragenden Forstmann und Kollegen, sondern auch diesen eindrucksvollen Mensch solange in unserer Verwaltung gehabt zu haben“, bekannte der Chef der baden-württembergischen Forstverwaltung.

„Zielstrebig und ehrgeizig, verlässlich und beharrlich, mutig und angstfrei – und vor allem aufrichtig, humorvoll und sympathisch“, charakterisierte Scherer die Persönlichkeitsstruktur des leidenschaftlichen Jägers Elsäßer, der mit „seinen vielen Talenten, seiner sehr guten beruflichen wie politischen Vernetzung und seiner hohen Fachkompetenz ein absoluter Volltreffer für den Ortenaukreis und die Kreisverwaltung“ war. Der Landrat dankte dem scheidenden Amtsleiter auch dafür, dass er vergangenen Mai ohne zu zögern einsprang und für sechs Monate das Dezernat Ländlicher Raum kommissarisch führte, als Dezernent Edwin Dreher in Ruhestand ging und die Nachbesetzung durch Dr. Martin Schreiner erst zum November 2014 erfolgen konnte.

Der studierte Diplom-Forstwirt Elsäßer kam im Zuge der Verwaltungsreform und der daraus resultierenden Neuorganisation der Landratsämter am 1. Januar 2005 zur Ortenauer Kreisverwaltung. Hier übernahm er das neu geschaffene Amt für Waldwirtschaft mit rund 90 Mitarbeitern und war vor allem zuständig für die forsttechnische Betriebsleitung, Beratung, Betreuung und Fördermöglichkeiten der Kommunal- und Privatwälder im Ortenaukreis mit den Forstbezirken Lahr, Oberkirch, Offenburg und Wolfach. Zu seinen weiteren Aufgaben gehörte die Staatswaldbewirtschaftung im Ortenaukreis mit der Forstwirtausbildung, dabei war er erster Ansprechpartner für alle Fragen in Sachen Forstpolitik, Forsthoheit, Jagd, Naturschutz, Holzvermarktung, Waldpädagogik - kurzum: alles, was in und um den Wald geschieht, gehörte zu seinem Aufgabenfeld.

Bis zu seiner Tätigkeit beim Landratsamt Ortenaukreis leitete Elsäßer ab Dezember 1986 das Forstamt Gengenbach sowie das Forstliche Ausbildungszentrum Mattenhof in Gengenbach. Davor war er u.a. sechs Jahre Forstpolitikreferent und Forsteinrichter der Forstdirektion Freiburg.
Bis über die Nachfolge von Ewald Elsäßer entschieden ist, leitet sein bisheriger Stellvertreter, Markus Maise, kommissarisch das Amts für Waldwirtschaft beim Ortenaukreis.

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