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Die Sprachwissenschaftlerin der Universität Mannheim Prof. Dr. Rosemarie Tracy referierte in Offenburg vor pädagogischen Fachkräften über Spracherwerb und Mehrsprachigkeit.

Spracherwerb, Mehrsprachigkeit und Unterstützung von Kindern beim Spracherwerb standen im Mittelpunkt einer Tagung, die kürzlich im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg stattgefunden hat. Mehr als 80 Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen folgten der Einladung der Landratsämter Ortenaukreis, Emmendingen und Karlsruhe, sich einen Tag lang intensiv mit dem Spracherwerb von Kindern sowie den Möglichkeiten, sie sprachlich anzuregen und im Alltag zu unterstützen.

„Der Spracherwerb gehört zu den erstaunlichsten Leistungen der frühen Kindheit. Die Fähigkeit, Sprachen zu erwerben, ist uns angeboren; überall auf der Welt und unabhängig von kulturellen Unterschieden, Erziehungsstilen und ihren individuellen Fähigkeiten erwerben Kinder Sprachen auf ganz ähnliche Weise“, erklärt die Organisatorin der Veranstaltung Bettina Springmann-Hodapp, Jugendamt des Landratsamts Ortenaukreis. Der fachliche Austausch der Erzieherinnen und Erzieher war bestimmt von einem Vortrag , den Prof. Dr. Rosemarie Tracy, Sprachwissenschaftlerin der Universität Mannheim über „Lust auf Sprache – Freude am Kommunizieren“ gehalten hat, und von verschiedenen Workshops. Tracy stellte heraus, welche grundlegenden Sozialkompetenzen Kinder mit der Sprache erwerben. „Sprache macht Kinder stark! Sprache und Sprechen sind ein Geschenk der Gene“, betonte sie. Bereits im Alter von drei Jahren seien die Grundlagen der Muttersprache gelegt. In der globalen und immer enger zusammenwachsenden Welt leben inzwischen auch in den drei Landkreisen immer mehr ausländische Familien und Kinder. Das zeige sich auch im Alltag der Kindertageseinrichtungen. „Mehrsprachigkeit ist unter normalen Sozialisationsbedingungen für Kinder real und keine Besonderheit mehr“, berichtete die Professorin und machte den Erzieherinnen Mut, allen Kindern ausreichend Zeit für die individuelle Sprachentwicklung zu geben und den Erwerb der Zweitsprache professionell zu begleiten. Die Mehrsprachigkeit sei weltweit ein Normalfall, kein Störfall.

In vier von Fachleuten geleiteten Workshops ging es am Nachmittag darum, wie Sprachförderung in den Alltag von Kindertageseinrichtungen integriert werden kann. „Kinder brauchen eine sprachanregende Umgebung, aber auch Menschen, die mit ihnen kommunizieren, und Bücher, die ihnen Geschichten erzählen“, lautete eine der Kernaussagen der Freiburger Diplom-Medienpädagogin Sylvia Näger. Sie referierte über die Bedeutung von Buch-, Erzähl- und Schriftkultur für die Sprachbildung. Andrea Gerth, Fachberaterin beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Mannheim, erläuterte, wie sprachförderliche Interaktionen zwischen pädagogischen Fachkräften und den Kindern gestaltet werden.

Praktische Anregungen zur Zusammenarbeit mit den Eltern bei den Themen Mehrsprachigkeit und Möglichkeiten der Sprachförderung gab Beate Vomhof, Diplompädagogin von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Eine Facherzieherin für Sprachkompetenz aus Tuttlingen, Monika Mattes, vermittelte den Fachkräften, wie etwa eine sprachanregende Umgebung die Lust am Sprechen bei Kindern unter drei Jahren fördert.

„Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmer möchten die Landkreise auch künftig gemeinsam Fachtagungen zu aktuellen Themen anbieten und mit praktischen Tipps die Kindertageseinrichtungen unterstützen“, so Springmann-Hodapp.

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