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Auszeichnung »Unternehmen mit Weitblick« der Perspektive 50plus und der Badischen Demografie Agentur (BDA)

Fünf Ortenauer Unternehmen und Institutionen dürfen sich über die Auszeichnung zum „Unternehmen mit Weitblick“ der Perspektive 50plus in der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) und der Badischen Demografie Agentur (BDA) freuen: Im Rahmen einer Prämierungsfeier am Freitagabend, 28. November 2014, im Salmen in Offenburg wurden der Europa-Park Rust, das Rührwerk in Lahr und der Prinzbachhof in Fischerbach für deren vorbildliche Integration von Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre geehrt. Die MediClin AG Offenburg und die Stadtverwaltung Lahr erhielten einen Preis für ihr beispielhaftes demografieorientiertes Personalmanagement.

Bei dem Festakt im Offenburger Salmen würdigten die Perspektive 50 plus und die Badische Demografie Agentur (BDA) Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus der Region für deren langjährige und gewinnbringende Zusammenarbeit mit den beiden Projekten sowie deren unternehmerischen Weitblick, den sie durch die Einstellung von langzeitarbeitslosen Menschen über 50 Jahre oder eine demografieorientierte Personalpolitik bewiesen haben. Fünf herausragende Beispiele, die sich hinsichtlich verschiedener Kriterien besonders hervorgetan haben, erhielten die Auszeichnung „Unternehmen mit Weitblick“.

Rund 90 Unternehmer, Personalverantwortliche sowie politische Vertreter waren der Einladung gefolgt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Markus Brock, bekannt aus dem SWR-Fernsehen. Die Premiere zweier Kurzfilme zum demografischen Wandel, die in Zusammenarbeit der BDA und der Hochschule Offenburg entstanden waren, rundete den Abend ab.
In seiner Begrüßung bilanzierte Georg Benz, Sozialdezernent des Ortenaukreises, dass seit dem Start der Perspektive 50plus in der KOA in 2008 rund 3.000 langzeitarbeitslose Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer über 50 Jahre wieder in Lohn und Brot gebracht werden konnten. Dabei unterstrich er, dass die im Bundesvergleich überdurchschnittlichen Vermittlungserfolge letztlich auch der Bereitschaft der örtlichen Betriebe, langzeitarbeitslose Projektteilnehmer auch entgegen verbreiteter Vorurteile einzustellen, geschuldet sei. Wer über 50 Jahre ist, gehöre noch lange nicht „zum alten Eisen“, sondern zeichne sich durch Erfahrung und Zuverlässigkeit aus.

Überdies würdigte Benz die vorausschauende Personalpolitik von Betrieben und Institutionen, welche ihr Personalmanagement entsprechend den Empfehlungen der BDA optimiert haben und damit zugleich ihrer unternehmerischen als auch gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.

Die ausgezeichneten „Unternehmen mit Weitblick“

Zwei Preise für ein außerordentliches demografieorientiertes Personalmanagement gingen an die MediClin AG Offenburg und die Stadt Lahr. In seiner Laudatio erläuterte Jens Stecher, Projektleiter der BDA, dass beide Einrichtungen die Zeichen der Zeit erkannt und nach einer ausführlichen Beratung und Altersstrukturanalyse durch die BDA begonnen hätten, ihre Personalpolitik neu auszurichten. So habe MediClin in neun Einrichtungen in Baden-Württemberg ein Pilotprojekt gestartet, dessen Hauptziele der Erhalt der Arbeitsfähigkeit und die dadurch längere Verweildauer im Pflegeberuf sei. Die Stadt Lahr, von deren Personal in den nächsten fünf Jahren ein Viertel altersbedingt ausscheiden wird, will in Zukunft die Belange des Arbeitsgebers mit denen der Mitarbeiter noch besser verbinden und familienfreundlicher werden. An der Entwicklung des neuen Personalmanagements sollen alle Mitarbeiter und Führungskräfte aktiv beteiligt werden.

Mit 43 Einstellungen zwischen 2011 und heute hat der Europa-Park die meisten Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer der Perspektive 50plus in seinen Betrieb integriert. Der Amtsleiter der Kommunalen Arbeitsförderung, Armin Mittelstädt, überreichte den Preis an Matthias Kirch, Director Human Resources. Indem die Verantwortlichen des Europa-Parks im stetigen Kontakt mit der Perspektive 50plus und der KOA stunden und fortwährend auch ältere Langzeitarbeitslose in ihr Unternehmen integrierten, beweise der größte Arbeitgeber der Ortenau unternehmerischen Weitblick, so Mittelstädt.

Die Inklusionsbeauftragte der Handwerkskammer Freiburg, Jutta Bauchinger-Rominger, gratulierte dem „Rührwerk“ Lahr zur Auszeichnung zum „Unternehmen mit Weitblick“ in der Kategorie Inklusion. Das „Rührwerk“ im „Zeitareal“, dem ehemaligen Roth-Händle-Gelände in Lahr, ist ein Projekt der „Zeitgeist-Stiftung“, das ein gastronomisches Angebot u.a. mit Frühstück, Mittagstisch und einen Cateringservice umfasst. Die meisten der derzeit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien durch eine körperliche Behinderung, eine psychische Erkrankung oder auch sprachliche Probleme beeinträchtigt. Diese Menschen wolle man für den ersten Arbeitsmarkt fit machen und es werde ihnen nicht nur eine Teilhabe am Berufs-, sondern auch am Gesellschaftsleben ermöglicht. Bauchinger-Rominger erklärte, dass das „Rührwerk“ aufgrund seiner gelebten Unternehmensphilosophie und weil es gleich zwei Projektteilnehmer aus der Perspektive 50plus als Koch und Bürokraft eingestellt habe, ausgezeichnet werde.

Für den Preis für die Integration des ältesten Projektteilnehmers beglückwünschte der Projektleiter der Perspektive 50plus, Christian Klemp, die Eheleute Gertrud und Eckhard Schmieder vom Prinzbachhof in Fischerbach. Die Familie hatte einen schon 64 Jahre alten Langzeitarbeitslosen – und damit den zum Zeitpunkt seiner Arbeitsaufnahme ältesten Projektteilnehmer der Perspektive 50plus – als land- und forstwirtschaftlichen Mitarbeiter eingestellt und hat ihm überdies einen sozialen Anschluss ermöglicht.

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