Hilfsnavigation

  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Kulinarische Ortenau
  • Das Ortenberger Schloss am Abend.
  • Wir beraten Sie gerne.
Großes Bild anzeigen
Preise für Unterentersbach, Allmannsweier und Nonnenweier im Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft«

Drei Ortschaften im Ortenaukreis konnten sich beim Kreisentscheid des 25. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ über Auszeichnungen freuen. In einer Feierstunde im Dorfgemeinschaftshaus in Unterentersbach erhielt Nonnenweier einen dritten Preis, Allmannsweier einen zweiten und Unterentersbach einen ersten Preis. Die Gemeinde Unterentersbach wird zusätzlich für die Teilnahme am Landeswettbewerb 2015 vorgeschlagen.

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ Mit diesem Zitat Willy Brandts begrüßte Dr. Nikolas Stoermer alle „Zukunftsgestalter“, die zur Preisverleihung gekommen waren. Der Erste Landesbeamte des Ortenaukreises bedankte sich bei den teilnehmenden Gemeinden dafür, dass sie sich für die Entwicklung ihres Dorfes engagiert haben, obwohl der Wettbewerb hohe Anforderungen stelle und es immer schwerer würde, neue Helfer und Ehrenamtliche zu finden.

Im Juni hatten die drei Ortsvorsteherinnen ihre Gemeinden während einer Begehung vor den Juroren präsentiert.

In Nonnenweier beeindruckte das zielgerichtete bürgerschaftliche Engagement. Nonnenweier habe mit der Bildung einer „Zukunftswerkstatt“ und den dazu gehörigen Arbeitskreisen ein über den Wettbewerb hinaus wirkendes Instrument zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde geschaffen. Die dem Leitbild folgenden Konzepte seien für jeden klar nachvollziehbar und auch verbindlich.

Mögliche Synergien mit dem örtlichen Diakonissenhaus würden für alle Altersstufen kreativ und vorbildlich umgesetzt.

Als Anerkennung einer Einzelinitiative außerhalb des Wettbewerbs überreichte Stoermer im Namen des Ortenaukreises dem Initiator der Aktion „Schwanau bleib(t) sauber“, Hubert Wetterer aus Nonnenweier, einen Geldbetrag. Die Schwanauer „Müllgirls und Müllboys“ treffen sich regelmäßig, um im öffentlichen Bereich Müll aufzusammeln.

Allmannsweier punktete unter anderem mit der hochwertig erhaltenen historischen Bausubstanz, bis hin zu den traditionellen Sandsteinmauern um Höfe und Gärten. Die Gemeinde stelle sich der Herausforderung, ein stetig wachsendes Industriegebiet in den Ort zu integrieren.

Und auch hier seien die Ergebnisse eines breiten bürgerschaftlichen Engagements zu sehen.

Unterentersbach überzeugte die Bewertungskommission durch die Überplanung des „Alten Dorfkerns“ und die begleitende Gestaltungssatzung. Damit habe die Ortschaft nicht nur Mut bewiesen, sondern auch ein zukunftsweisendes Instrument der Dorfgestaltung geschaffen. Dass damit auch eine Anregung aus früheren Wettbewerben aufgenommen wurde, freute die Kommission besonders. Darüber hinaus sei das bürgerschaftliche Engagement in Unterentersbach sehr groß. Das Dorfgemeinschaftshaus sei nur ein Beispiel dafür, welche Kräfte in diesem Ort wirken.

Die Kommission bestand aus fünf Personen: Jürgen Nowak, Bürgermeister und Kreisrat, bewertete den Bereich „Leitbild und wirtschaftliche Initiativen“, Angelika Bruder vom Landfrauenverband Südbaden beurteilte „Soziale und kulturelle Initiativen“, Hans-Jürgen Treppe, Architekt in der Denkmalpflege, die „Baugestaltung und -entwicklung“, Andrea Ganter, stellvertretende Amtsleiterin des Amts für Landwirtschaft, den Bereich „Ort in der Landschaft“ und Hansjörg Haas, Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau, Landespflege den Bereich „Grüngestaltung im Ort“. Haas war zugleich für die Organisation des Wettbewerbs zuständig.

Der vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg ausgeschriebene Wettbewerb findet im Drei-Jahres-Rhythmus statt. In der Ortenau nehmen seit 1962 Gemeinden an dem Wettbewerb teil, der früher „Unser Dorf soll schöner werden“ hieß.

„Wir tragen den Kreiswettbewerb aus, weil er den teilnehmenden Gemeinden und Ortschaften eine gute Hilfestellung für ihre weitere Entwicklung an die Hand gibt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass sich Gemeindeverwaltung und Bürger gemeinsam engagieren. Erfahrungsgemäß werden in den Vorbereitungen auf die Teilnahme ein enormes Potential an Kraft und Einfallsreichtum sowie etliche „stille Reserven“ des ehrenamtlichen Engagements frei gesetzt,“ erklärte Stoermer in seiner Ansprache.

Kandidaten für den nächsten Kreisentscheid im Jahr 2017 könnten sich jetzt schon beim Landratsamt melden und würden gerne beraten. „Es wäre schön, wenn wir die Teilnehmerzahl in der nächsten Runde wieder steigern könnten,“ so Stoermer.

Wo finde ich was?
Wo finde ich was?
Der Landkreis im Detail
Lagekarte
Modellkommune E-Government
Modellkommune E-Government