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Am 21. Oktober hat die Stuttgarter Landesregierung das Landesstraßenbauprogramm 2015 bis 2019 vorgestellt. In das Fünfjahresprogramm wurden nach Verkehrsminister Winfried Hermann die dringlichsten Maßnahmen aus dem Generalverkehrsplan des Landes aufgenommen. Für den Ortenaukreis, flächengrößter Landkreis in Baden-Württemberg, sieht das Land keine Maßnahme in den Jahren 2015 und 2016 vor. Erst ab 2017 soll die Landesstraße 87 bei Achern ausgebaut werden, sowie die Ortsdurchfahrt Steinach und die Landesstraße 94 in Unterharmersbach.

Der Kreistag des Ortenaukreises hat sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Landesstraßenbauprogramm beschäftigt und sieht die Priorisierung aus Stuttgart kritisch. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum gerade der vierstreifige Ausbau der L 87 bei Achern, der auch einen Radweg enthält, erst ab 2017 realisiert werden soll“, bemängelte Landrat Frank Scherer.

In einem aktuellen Schreiben an Verkehrsminister Hermann konkretisiert Scherer die Bedenken des Ortenaukreises. Der Ausbau der L 87 bei Achern sei kein eigenständiger Neubau, sondern eine zwingend notwendige Folgemaßnahme des sechsstreifigen Ausbaus der Bundesautobahn 5. „Dabei wurde durch den Bund die Autobahnanschlussstelle Achern umgestaltet und zwei Turbokreisverkehre in Betrieb genommen. Allein die unterschiedliche Straßenbaulast ist für die zeitliche Verzögerung ursächlich. Wäre die L 87 von Achern bis zur Bundesgrenze bei Rheinau als Bundesstraße klassifiziert, was durchaus der Verkehrsbedeutung entsprechen würde, so wäre diese Verzögerung undenkbar“, rügt Scherer.

Der Kreistag des Ortenaukreises plädiere deshalb für eine Überprüfung im Wege einer übergeordneten Betrachtung des Straßennetzes, welche nicht an Baulastträgergrenzen halt mache. Zur verkehrlichen Abrundung sei daher auch eine Umgestaltung der sogenannten Maiwaldkreuzung erforderlich. „Dieser Knoten zwischen der L 87 und der K 5312 liegt westlich der Autobahnanschlussstelle Achern und ist seit vielen Jahren immer wieder ein Unfallschwerpunkt. Seitens des Regierungspräsidiums Freiburg wurde auch schon ein Kreisverkehrsplatz in Aussicht gestellt. Der Ortenaukreis sieht im nächsten Doppelhaushalt 2015/2016 die anteiligen Haushaltsmittel hierfür vor“, so der Landrat.

Problematisch sei jedoch die mangelnde Planungskapazität beim Regierungspräsidium Freiburg. „Aber auch hier steht unser Angebot, die Planung seitens des Ortenaukreises federführend zu betreiben“, schreibt Scherer und bittet im Auftrag des Kreistags Verkehrsminister Hermann darum, die Ortsdurchfahrt Steinach und insbesondere den vierstreifigen Ausbau der L 87 bei Achern zu priorisieren und dabei auch die Maiwaldkreuzung zu berücksichtigen.

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