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Der Anteil der früheren Hauptbaumart Eiche ist in den Laubmischwäldern seit Jahrzenten stark zurückgegangen. Künftig will das Land das Anpflanzen von Eichen mit einem neuen Förderprogramm unterstützen.

„Unser beharrliches Engagement für Fördermittel zur Nachzucht der Eiche hat nun zum Erfolg geführt“, verkündet der Ortenauer Landrat Frank Scherer. Im Oktober 2010 hatte Scherer bereits beim damaligen Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle ein solches Programm gefordert und danach immer wieder auf die Notwendigkeit einer Förderung gedrungen. Ab 2015 gilt für die Neuanlage von Eichenwäldern ein Fördersatz von 85 Prozent.

„Das ist vor allem für die Förster unserer Auenwälder eine frohe Botschaft“, erklärt der Leiter des Amts für Waldwirtschaft beim Landratsamt Ortenaukreis, Ewald Elsäßer, denn die Wälder entlang des Rheins haben besonders viele Eichen eingebüßt. Teure Kulturkosten, schlechte Eichenholzpreise über lange Zeit sowie hohe Schäden durch Wildverbiss seien Gründe dafür, dass die Eiche nur in unzureichendem Maß nachgepflanzt wurde, so der Amtsleiter weiter. Zudem habe sich in den vergangenen fünf Jahren das Eschentriebsterben dramatisch entwickelt. Anstatt der Esche komme oft nur die Eiche als alternative Bepflanzung in Frage.

Im Ortenaukreis werde die Förderung überwiegend den Gemeindewäldern entlang des Rheins zugutekommen, betont Amtsleiter Ewald Elsäßer. Diese laubholzgeprägten kommunalen Forstbetriebe können seit Jahren kaum positive Betriebsergebnisse erzielen. Mit der Möglichkeit, die Hauptbaumart Eiche zu fördern, sieht Elsäßer auch für diese Gemeindewälder gute Chancen, wenigstens eine „schwarze Null“ beim Betriebsergebnis zu schreiben.