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Der Sozialdezernent des Ortenaukreises Georg Benz und der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg Gerd Weimer konnten gestern 150 Bürgermeister und Verbandsvertreter sowie ehrenamtlich Engagierte und Vertreter von Unternehmen aus dem gesamten badischen Raum im Landratsamt Ortenaukreis begrüßen. „Ich freue mich dass so viele Akteure, die mit Bürgerengagement und Ehrenamt zu tun haben, nach Offenburg gekommen sind, um sich über die Umsetzungsmöglichkeiten der Engagementstrategie Baden-Württemberg zu informieren und Ideen für konkrete Projekte mit zu entwickeln“, so Benz.

Prof. Dr. Ralf Vandamme, Hochschule Mannheim, stellte die Engagementstrategie des Landes vor, die in einem einjährigen, breit angelegten Dialogprozess unter Beteiligung der Kommunalen Landesverbände und der Liga der freien Wohlfahrtspflege entwickelt wurde. Ziel dieses bundesweit einmaligen Vorhabens sei es, verbesserte Rahmenbedingungen zu schaffen, um Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt weiterzuentwickeln, und das unter Mitwirkung aller Akteure, erklärte Vandamme. Richteten sich bisherige Initiativen zur Förderung des Ehrenamts an bestimmte Personengruppen wie etwa Ältere oder Menschen mit ausländischen Wurzeln, so ziele die Engagementstrategie erstmals auf alle Bürgerinnen und Bürger, indem sie die Lebensräume der Menschen vor Ort – in der Kommune, im Wohnviertel, im ländlichen Raum – in den Blick nehme. Modellprojekte in Städten und Gemeinden sollen demnach vor Ort erproben, wie ein solidarisches Zusammenleben in der heutigen vielfältigen Gesellschaft verbessert werden kann. Dazu gehören Vorhaben, die sich mit Inklusion, Integration, Generationendialog, Engagement im Alter oder in der Pflege beschäftigen.

Gefördert werden können diese Projekte durch das dafür aufgelegte Landesprogramm „Gemeinsam sind wir bunt“, das Marion Deiß und Dr. Angela Postel vom Referat Bürgerengagement im Sozialministerium vorstellten. Dank der Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung sei eine Projektförderung über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren mit jeweils bis zu 30.000 Euro möglich.

Im zweiten Teil der Sitzung diskutierten sechs nach Regionen zugeordnete Gesprächskreise über mögliche Kooperationen, Ideen und Konzepte. „Wie zu erwarten spielte das Thema ehrenamtliches Engagement mit und für Menschen mit Migrationshintergrund eine herausgehobene Rolle“, sagte Ingo Kempf von der Vernetzungsstelle Bürgerschaftliches Engagement im Landratsamt Ortenaukreis. Künftig müsse dem Fazit der Arbeitsgruppen nach verstärkt ein Augenmerk auf die örtliche Vernetzung gelegt werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Chor der Lahrer Begegnungsstätte „Café Löffel“, einer Einrichtung der Diakonie für Menschen in Not. Der Chor unter der Leitung von Sängerin und Musiklehrerin Barbara Höppler besteht seit fünf Jahren. Er zählt 15 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 15 und 70 Jahren, allesamt Besucher der Tagesstätte oder ehrenamtliche Helfer.