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Der Jugendhilfeausschuss des Ortenaukreises stimmte in seiner heutigen Sitzung der Erhöhung der finanziellen Förderung der Frühen Hilfen zu. Das Gremium empfiehlt dem Kreistag die Budgetanhebung von rund 226.000 Euro im kommenden Doppelhaushalt bereitzustellen. Für das laufende Haushaltsjahr 2014 wird der Präventionspool für ergänzende Hilfen aufgrund des hohen Bedarfs um 120.000 Euro erhöht. Die Kosten für die Frühen Hilfen können in einem Umfang von über 180.000 Euro pro Jahr aus Bundesmitteln nach dem Bundeskinderschutzgesetz refinanziert werden.

„Mit unserem passgenauen Hilfs- und Unterstützungsangebot konnten wir erfolgreich mit Familien in Kontakt kommen, die bisher nicht - und vor allem nicht so früh - erreicht wurden. Wir haben bisher in über 2.000 Fällen präventive Hilfen geleistet“, erklärt Ullrich Böttinger, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste. Der Beratungsbedarf steige ständig an, dabei habe sich die enge Kooperation zwischen den Fachstellen Frühe Hilfen und den Entbindungskliniken im Ortenaukreis als besonders wirkungsvoll herausgestellt, so Böttinger.

Die Fachstellen Frühe Hilfen in Achern, Kehl, Lahr, Offenburg und Haslach und die Babysprechzeit an der Kinderschutzambulanz am Ortenau Klinikum Offenburg bestehen seit fünf Jahren und sind bei werdenden Eltern und Eltern mit Kindern unter drei Jahren sehr gefragt. „Im Hinblick auf die erfreulich hohe Inanspruchnahme müssen wir das Budget anpassen um die Prävention von Anfang an im erforderlichen Umfang und der erforderlichen Qualität aufrecht erhalten zu können“, betonte Sozialdezernent Georg Benz. Der Ortenaukreis sei mit seinen Frühen Hilfen führend in Baden-Württemberg und könne aus heutiger Sicht als bundesweite Pionierleistung betrachtet werden. Der Kreishabe mit der frühestmöglichen Unterstützung von Kleinkindern und Familien großen Weitblick bewiesen und dafür auch erhebliche finanzielle Mittel bereitgestellt, so Benz.

2009 hat der Kreistag des Ortenaukreises die Einrichtung des Netzwerks „Frühe Hilfen im Ortenaukreis" beschlossen. Damit sollen Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern von null bis drei Jahren sowie werdende Eltern möglichst früh beim Aufbau einer sicheren Eltern-Kind-Bindung und der Stärkung ihrer Beziehungs- und Erziehungskompetenzen unterstützt werden.

Rund 800.000 Euro pro Jahr stellte die Kreisverwaltung für das von Beginn an als Teil der Regelversorgung eingestufte neue Angebot zur Verfügung. Davon entfallen rund 640.000 Euro auf die fünf dezentral an den Erziehungsberatungsstellen eingerichtete Fachstellen Frühen Hilfen mit eigenen Angeboten an Diagnostik, Beratung und Therapie und der Möglichkeit des Einsetzens zusätzlicher zugehender Hilfen, wie etwa Familienhebammen und Frühen Familienhilfen. Weitere 160.000 Euro entfallen auf die an der Kinderklinik im Ortenau Klinikum Offenburg eingerichtete Kinderschutzambulanz mit dem Angebot einer Babysprechzeit.