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Das Richtfest am Neubau der Brüder Grimm Schule in Lahr feierten Landrat Frank Scherer und Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller (Stadt Lahr) (re.) mit weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Richtfest am Neubau der Brüder Grimm Schule in Lahr feierten gestern Landrat Frank Scherer zusammen mit den am Rohbau beteiligten Baufirmen. Mit dabei waren Lahrs Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller, Schulleiterin Dr. Monika Hartig-Gönnheimer, Jürgen Dittus, Architekt der Werkgruppe Lahr, sowie Mitglieder des Kreistags, Elternvertreterinnen und die Schulleiter der benachbarten Beruflichen Schulen im Mauerfeld und der Georg-Wimmer-Schule.

Drei gute Nachrichten verkündete der Landrat in seinem Grußwort:

Die geplanten Baukosten von 3,1 Millionen Euro würden nach aktuellem Stand eingehalten. Der Zuschuss des Landes falle höher aus als erwartet. Der Kreis erhalte insgesamt knapp über zwei Millionen Euro für Schulhausbau und Ganztagsbetrieb. Und es würde einen gemeinsamen Campus aller drei Kreisschulen im Mauerfeld geben, dessen Herstellungskosten schon im nächsten Doppelhaushalt veranschlagt seien. „Damit entsteht hier demnächst ein richtiges Kreisschulzentrum, mit vielfachen Synergien und vor allem ganz im Sinne der Inklusion: Berufsschüler, Schüler der Sprachheilschule und geistigbehinderte Schüler werden sich begegnen und kennenlernen, sie werden gemeinsame Projekte planen und hoffentlich auch zusammen Feste feiern – der gemeinsame Campus eröffnet viele Möglichkeiten!“

Scherer betonte, wie wichtig und sinnvoll die Investition des Ortenaukreises in den Neubau ist: „ Die Brüder Grimm Schule arbeitet mit tollem Erfolg: Über 90 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler überwinden ihre Sprachbehinderung spätestens bis zum Ende der Grundschulzeit. Sie können dann ohne weiteren Unterstützungsbedarf eine allgemeine Schule besuchen. Es ist an der Zeit, diesen Kindern und den Lehrkräften zeitgemäße und ihren besonderen Anforderungen entsprechende Lernbedingungen zu schaffen.“

Das zweigeschossige Haus hat eine gesamte Grundfläche von 1750 Quadratmetern. Es bietet Platz für neun Klassenzimmer, vier Therapiezimmer, Rhythmik- und Werkraum, Räume für Lehrkräfte und Elternsprechzimmer sowie einen Informationsbereich mit Räumen für die Beratungsstelle. Für den Ganztagesbetrieb gibt es zusätzlich eine Mensa, Kreativräume und einen Ruheraum.

Für eine bessere Akustik haben die Klassenräume asymmetrische Grundrisse. Der Neubau erfüllt auch hohe ökologische Ansprüche, hat ein begrüntes Flachdach, Holz-Aluminiumfenster und wird künftig mit Fernwärme versorgt.

Die Brüder Grimm Schule ist eine von insgesamt drei Sprachheilschulen im Ortenaukreis. Eine sonderpädagogische Beratungsstelle ist der Schule angegliedert. In den Klassenstufen eins bis vier fördern aktuell am Standort Lahr 14 Sonderpädagogen insgesamt 89 Schüler in neun Klassen. In der Außenstelle Steinach werden weitere 29 Schüler aus dem Kinzigtal unterrichtet.

Der Einzugsbereich der Lahrer Schule erstreckt sich über die gesamte südliche Ortenau. 31 Prozent der Schüler kommen direkt aus der Stadt Lahr, die übrigen Schüler kommen aus den Umlandgemeinden und werden täglich mit Kleinbussen zur Schule und wieder nach Hause gefahren.