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Das Pilotprojekt „Rufauto im Mittleren Kinzigtal und im Wolftal“ wird fortgesetzt. Die Kreisverwaltung soll eine Ausweitung des Rufautosystems auf andere ländliche Gegenden im Kreis prüfen und die ÖPNV-Förderrichtlinien entsprechend überarbeiten. Das beschlossen die Kreisrätinnen und Kreisräte in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik.

Als Projekt des von Landrat Frank Scherer initiierten Unterausschusses Ländlicher Raum hat der Ortenaukreis 2011 zusammen mit den Städten und Gemeinden Haslach, Hausach, Fischerbach, Mühlenbach, Oberwolfach sowie Steinach und mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union (LEADER-Programm) das Rufauto im Mittleren Kinzigtal und im Wolftal eingeführt.

„Wir haben zu Beginn eine Probephase von drei Jahren vereinbart. Inzwischen wird das Rufauto gut angenommen. Die Fahrgastzahlen haben sich von 217 im Jahr 2012 auf 409 im Jahr 2013 fast verdoppelt. In diesem Jahr rechnen wir mit einem ähnlichen Ergebnis. Das Fahrplanangebot ist ausreichend und der Fahrpreis angemessen“, bilanzierte von Franz Seiser, Verkehrsdezernent im Landratsamt Ortenaukreis. Aufgrund der demografischen Entwicklung rechnen die Initiatoren mit einem steigenden Bedarf. Unerlässlich sei es allerdings, wiederholt für das Rufauto zu werben, um es bekannter zu machen, so Seiser.

„Die rund 5000 Euro pro Jahr, die der Ortenaukreis beisteuern muss, sind gut angelegtes Geld. Mit diesem verhältnismäßig geringem finanziellen Aufwand können wir den Menschen im Mittleren Kinzigtal und im Wolftal Mobilität garantieren Ich freue mich, dass das Projekt weitergeht und – wenn der Ausschuss dem noch zu erarbeitenden Konzept zustimmt - weitere abseits gelegene Orte davon profitieren können“, sagte Landrat Frank Scherer.

Die einzelnen Rufautos verkehren nach einem festen Fahrplan immer montags, mittwochs und freitags insbesondere zu Zeiten, an denen keine Linienbusse fahren. Die Fahrgäste melden den Bedarf mindestens eine Stunde vorher an. Vormittags und nachmittags werden jeweils eine Hinfahrmöglichkeit und zwei Rückfahrmöglichkeiten angeboten. Zusteigen können die Fahrgäste an den bereits bestehenden Haltestellen der Linienbusse. In den Seitentälern ohne Haltestellen holt das Rufauto die Fahrgäste an ihrer Haustür ab und bringt sie bis zum nächsten zentralen Ort. Nach ihren Erledigungen wie zum Beispiel Einkaufen, Behörden- oder Arztbesuchen können die Fahrgäste nach Voranmeldung wieder mit dem Rufauto zurückfahren. Die Fahrpläne sind nach den Zugverbindungen ausgerichtet, so dass das Rufauto auch als Zubringer zum Zug dienen kann. Der Fahrpreis beträgt einheitlich drei Euro pro Fahrt.

Die Fahrpläne für das Rufauto im Mittleren Kinzigtal sind bei den jeweiligen Stadt- und Gemeindeverwaltungen erhältlich. Sie können neben weiteren Informationen auch auf der Internetseite der TGO unter www.ortenaulinie.de / Fahrplanauskunft / Rufauto / Mittleres Kinzigtal abgerufen werden.