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Der Ortenaukreis wird im ehemaligen Schwesternwohnheim in der Nähe des Kreiskrankenhauses Ettenheim ab Mitte Oktober rund 35 Flüchtlinge vorübergehend unterbringen.

Die Liegenschaft in Besitz des Ortenaukreises in Ettenheim, Im Altwick 14, sei nach näherer Prüfung für Flüchtlingsfamilien gut geeignet, teilt der für das Migrationsamt zuständige Dezernent, Michael Loritz, mit. Ein leerstehender Teil dieses Gebäudes, der für Krankenhauszwecke derzeit nicht mehr benötigt wird, wird bis Mitte Oktober renoviert werden.

„Die Flüchtlingsfamilien werden intensiv durch Sozialarbeiterinnen, Hausmeister und Verwaltungspersonal betreut. Zusätzlich gehen wir davon aus, dass wie an anderen Standorten auch, freiwillige Helfer und Paten sich dafür interessieren werden, sich um diese Flüchtlingsfamilien zu kümmern. Damit ist eine enge Betreuung dieser Familien gewährleistet“, so Loritz weiter. Er gehe davon aus, dass nach einer Anlaufzeit sich die Flüchtlingsunterkunft gut in das Gesamtgefüge des Stadtteils einfügen werde.

Die Mietzeit ist zunächst auf ein Jahr befristet. Damit ist gewährleistet, dass eine Weiterentwicklung des Areals für Gesundheitszwecke nicht eingeschränkt wird.

Der Ortenaukreis ist gesetzlich verpflichtet ca. 0,5 Prozent des Bundeszuganges an Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. Das sind knapp 90 Flüchtlinge im Monat und rund 1.080 Flüchtlinge im Jahr. Auf Grund dieser hohen Zugänge ist der Ortenaukreis in große Schwierigkeiten geraten, diese große Anzahl an Flüchtlingen menschenwürdig und entsprechend ihrer Flüchtlingssituation unterzubringen. Das Migrationsamt sucht im gesamten Kreisgebiet Unterkünfte und mietet laufend neue Wohnungen an.

Auf Grund der pressebekannten kriegerischen Auseinandersetzungen, insbesondere im Nahen Osten, sind die Zugangszahlen von Flüchtlingen in Deutschland im Jahr 2014 sprunghaft angestiegen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge musste mehrfach seine Zugangsprognose im Laufe des Jahres erhöhen. Bis einschließlich 15. August 2014 sind im Jahr 2014 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 92.001 Asylerstanträge eingegangen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres mit 57.582 Asylanträgen bedeutet dies einen deutlichen Anstieg um 59,8 Prozent. Derzeit geht das Bundesamt von einem monatlichen Bundeszugang in Höhe von 16.000 bis 18.000 Erstantragstellern aus.