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Rund 45 Bürgerinnen und Bürger der LEADER-Bewerberregion Ortenau trafen sich am vergangenen Samstagvormittag zur Zukunftskonferenz im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg. Christian Plöhn vom Planungsbüro entra stellte die inhaltlichen Leitlinien des Regionalen Entwicklungskonzepts vor, das die Ergebnisse des vorangegangenen intensiven Beteiligungsverfahrens zusammenführt und das Grundlage für die Bewerbung der Region zur Aufnahme als LEADER Förderkulisse darstellen wird.

Plöhn stellte als zentrales Charakteristikum der Region die Vielfalt in den Vordergrund: „Die Vielfalt wurde von allen Beteiligten als besondere Stärke der Ortenau bewertet. Dabei geht es nicht nur um die landschaftliche Vielfalt vom Rhein über die Vorbergzone durch die Täler bis hoch auf den Schwarzwald, sondern insbesondere auch um die Gemeinden und Menschen der Region.“

Als Leitbild für die zukünftige Entwicklung der Region wurde daher im Regionalen Entwicklungskonzept auch das Motto „Vielfalt durch Kooperation“ ausgegeben, das sich insbesondere in den Bereichen „Lebendige Vielfalt“ (Leben und Arbeiten in der Region), „Lernende Vielfalt“ (Bildung und generationenübergreifende Verbundenheit), „Erlebnisreiche Vielfalt“ (Freizeit und Kultur) sowie „Naturverbundene Vielfalt“ (Natur- und Kulturlandschaft) wiederspiegeln soll. „Hierbei sind Kooperation und Vernetzung von entscheidender Bedeutung für eine positive Entwicklung der Region“, so Plöhn. Als wichtige Querschnittsziele wurden dazu ergänzend Barrierefreiheit, Chancengleichheit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Umweltschutz genannt.

„Die Handlungsfelder des Regionalen Entwicklungskonzepts stellen die inhaltliche Grundlage für spätere Förderanträge dar“, erläuterte Plöhn. „Daher reicht es nicht, gute Ideen thematisch sinnvoll Handlungsfeldern zuzuordnen. Es müssen auch konkrete Projektideen dahinterstehen, damit sich Umsetzungserfolge einstellen.“

Für das Regionale Entwicklungskonzept wurden drei zentrale Handlungsfelder identifiziert, die sich in weitere Teilhandlungsfelder untergliedern. Im Handlungsfeld „Gemeinschaftlichen Zusammenhalt stärken“ sollen einerseits ehrenamtliche Strukturen und lebensphasenorientierte Dienstleistungen gefördert werden. Andererseits muss diese Entwicklung auch durch entsprechende Investitionen in kommunale Infrastrukturen flankiert werden. Das zweite Handlungsfeld „Lebendige Freizeitregion – Natur gemeinsam erleben“ führt die Themenfelder Tourismus und Natur- und Kulturlandschaft zusammen. Hier sollen die naturräumlichen Potenziale für Einheimische und Besucher bewusst und erlebbar gemacht werden. Dabei sollen auch gastronomische und Beherbergungsbetriebe unterstützt werden, ihr Angebot besser auf die immer spezifischer werdende Nachfrage auszurichten. Im Handlungsfeld „Wirtschaftliche Perspektive schaffen“ geht es vornehmlich um Beschäftigung und Bildung. Mit Blick auf die Diskussion um Fachkräftemangel sollen nicht nur verstärkt Frauen für den regionalen Arbeitsmarkt gewonnen werden, sondern schon frühzeitig Kooperationsstrukturen zwischen Schulen und Unternehmen geschaffen werden, um eigene Fachkräfte auszubilden und in der Region zu halten.

„Die große Anzahl der bereits jetzt schon eingegangenen konkreten Projektvorschläge – trotz knappem Zeitraum und Sommerferienzeit – verdeutlicht, dass die Region bereit ist, die positive Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen. LEADER bietet dabei insbesondere die Möglichkeit, neue und innovative Lösungsansätze auszuprobieren“ stellte Plöhn abschließend fest. Zum Schluss unterzeichneten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Bewerbungsschreiben der Region Ortenau.

In den kommenden Tagen stellt entra das Regionale Entwicklungskonzept fertig, dabei werden vor allem noch Fragen der organisatorischen Abwicklung in der Umsetzungsphase abgestimmt. Ende des Monats wird das Konzept dann als Bewerbung der Region Ortenau in Stuttgart eingereicht. Gegen Ende des Jahres ist mit einer Entscheidung zu rechnen, welche Regionen als LEADER-Regionen anerkannt werden. Alle relevanten Informationen zum LEADER-Bewerbungsverfahren sowie die Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner sind im Internet unter www.lag-ortenau.de zu finden.