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Landrat Klaus Brodbeck (Ortenaukreis) sieht in dem „Naturschutzgroßprojekt Nordschwarzwald“, das zur Zeit die Stadt Baden-Baden sowie die Landkreise Calw, Freudenstadt, Rastatt und der Ortenaukreis erarbeiten, die einmalige Chance für die Region, den Naturschutz und eine nachhaltiger Entwicklung zu verbinden. Anlässlich einer Feierstunde zum 70-jährigen Bestehen des Naturschutzgebietes „Schliffkopf“ und des zehnjährigen Bestehens des Naturschutzzentrums Ruhestein sagte Landrat Klaus Brodbeck, der auch Vorsitzender der Stiftung Naturschutzzentrum Ruhestein ist, am Samstag, 18. Oktober 2008, auf dem Ruhestein: „Bei einem erfolgreichen Abschneiden im Bundeswettbewerb können die Förderungen des Bundes und die Kofinanzierung durch die regionalen Partner Investitionen auslösen, die unsere Region in Sachen Naturschutz, Waldwirtschaft und Tourismus gleichermaßen weiterbringen. Dafür lohnt sich die Anstrengung aller Akteure in diesem Projekt.“ Das „Naturschutzgroßprojekt Nordschwarzwald“ ist im Mai dieses Jahres als eine der zehn besten und innovativsten Ideenskizzen von insgesamt 122 eingereichten Projektideen im Bundeswettbewerb „idee.natur“ mit dem Zukunftspreis Naturschutz ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Die zehn Gewinner müssen ihre Ideenskizzen bis Ende des Jahres zu bewilligungsfähigen Projektanträgen auszuarbeiten. Bis zu fünf von ihnen können nach einer weiteren Auswahlrunde ab Juli 2009 mit einer Bundesförderung in Millionenhöhe rechnen. Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium durchgeführt. Im Blickpunkt stehen neue national bedeutende Naturschutzgroßprojekte in den Bereichen „Wälder“, „Moore“ sowie „Urbane/industrielle Landschaften“. In der ersten Wettbewerbsstufe wurden innovative Konzeptideen gesucht, die in besonders überzeugender Weise anspruchsvollen Naturschutz mit ländlicher Entwicklung verknüpfen oder neue Ansätze für Naturschutzgroßprojekte in urbanen oder industriellen Räumen entwickeln. In seiner Rede betonte Landrat Klaus Brodbeck , dass das Projekt einen völlig neuen Weg verfolge, das einzigartige Potential an Naturschätzen im Nordschwarzwald weiter auszubauen und noch besser bewusst zu machen. Es biete die Möglichkeit, Aufbau und Pflege naturnaher Bergmischwälder zu fördern und dabei die Produktion des wertvollen Rohstoffs Holz für die heimische Sägeindustrie zu sichern. Auch könne im Rahmen des Projekts mit neuen Ansätzen im Tourismus das Potenzial dieser Landschaft noch besser erlebbar gemacht werden. Brodbeck unterstrich darüber hinaus die Bedeutung des Naturschutzgebietes „Schliffkopf“ als eines der ältesten, bekanntesten und größten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs mit einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. Das Naturschutzzentrum Ruhestein habe es in den zehn Jahren seines Bestehens geschafft, weit über eine viertel Million Menschen durch eine Ausstellung und in über 700 Veranstaltungen über den Grindenschwarzwald zu informieren und für die Natur und deren Schutz in den Gebieten um den Ruhestein zu begeistern. Mit dem „Naturschutzgroßprojekt Nordschwarzwald“ sei die Arbeit des Naturschutzzentrums Ruhestein wesentlich in die Zukunft ausgerichtet. Brodbeck betonte, dass die bisherige wertvolle Arbeit der Naturschutzzentrums im Rahmen der Projektentwicklung auch bei der Umsetzung gebraucht werde. An die Stadt Baden-Baden und den Landkreis Rastatt appellierte er, der Stiftung Naturschutzzentrum Ruhestein beizutreten und damit die Arbeit der Einrichtung noch stärker zu unterstützen. Offenburg, den 18. Oktober 2008