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Das Innenministerium lehnt Landeshilfen für Betroffene des Unwetters im Ortenaukreis in der Nacht zum 1. September ab. Darüber informierte Innenminister Heribert Rech in ein einem Brief Landrat Klaus Brodbeck. Brodbeck hatte nach Feststellung der Unwetterschäden im Ortenaukreis von 5,1 Millionen Euro den Innenminister gebeten, die auf dem Ministerratsbeschluss von 1999 basierende Unwetterhilfe in Kraft zu setzen und das Schadensgebiet in die Hilfsmaßnahmen des Landes einzubeziehen. Mit Bedauern hat Landrat Klaus Brodbeck die Entscheidung des Innenministers aufgenommen. „Für einzelne Betroffene hätten die Landeshilfen sicher eine deutliche Entlastung bedeutet“, so Brodbeck in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. In dem Schreiben des Ministeriums heißt es, dass das Ausmaß des Unwetters im Ortenaukreis für die einzelnen Betroffenen einschneidend gewesen sein mag. Allerdings haben die Schäden bei weitem nicht den außergewöhnlichen und schweren Grad erreicht wie bei den Hochwasserereignisssen in den Jahren 1998 in der Region um Baden-Baden und Rastatt oder 1999 am Bodensee und in den Landkreisen Ravensburg und Alb-Donau-Kreis oder im Mai/Juni dieses Jahres im Killertal. Dort lagen die Schadenssummen jeweils über 50 Millionen Euro. Nach dem Ministerratsbeschluss können Landeshilfen nur „bei schweren und außergewöhnlichen Naturereignissen und Unglücksfällen von landesweiter Bedeutung“ gewährt werden. Darüber hinaus erklärt das Innenministerium, dass bei der Bemessung von Landeshilfen „versicherbare Schäden ausdrücklich ausgeschlossen wären“, während laut Versicherungen „der größte Teil der Unwetterschäden versicherbar ist“. Rech verweist private Betroffene auf die Möglichkeit, steuerliche Erleichterungen bei den örtlich zuständigen Finanzämtern zu erbitten. Für Schäden im gewerblichen Bereich gebe es Förderprogramme der Fachressorts. Offenburg, den 28. Oktober 2008