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„50plus – Erfahrung zahlt sich aus“ geht in die nächste Runde. Für die Förderung und Vermittlung älterer Arbeitsloser stehen dem Ortenaukreis im kommenden Jahr deutlich mehr Mittel des Bundes zur Verfügung als 2008. Dies kündigte Martin Weiland, Ministerialrat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) kürzlich bei einem Besuch bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) in Offenburg an. In diesem Jahr erhielten die Arbeitsvermittler des Kreises, die mit ihrem Projekt am Bundesprogramm Perspektive 50plus beteiligt sind, rund eine Millionen Euro Bundesmittel. 2009 will der Bund seinen finanziellen Beitrag für die Initiative im Ortenaukreis um 70 Prozent erhöhen. Grund dafür sei die in den vergangenen Monaten äußerst erfolgreich geleistete Arbeit der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis, erklärte Martin Weiland. Nur wenigen der bundesweit 62 Beschäftigungspakte sei es gelungen, mehr Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Ziel, im Jahresverlauf 200 ältere Langzeitarbeitslose in Arbeit zu vermitteln, erreichte die Kommunale Arbeitsförderung bereits zur Jahresmitte. Aktuell liegt die Zahl der Integrationen bei 315, lobte Martin Weiland im Gespräch mit Georg Benz, Sozialdezernent des Landratsamtes, Armin Mittelstädt, Leiter der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis sowie 50plus Projektleiter Christian Klemp. Als Basis des Erfolges machte der Ministerialrat des BMAS die Ansiedlung von 50plus direkt bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis aus. „Kompliment. Sie haben genau das Richtige getan“, kommentierte Martin Weiland. Damit spielte er auf die veränderte Umsetzung der zweiten und dritten Programmphase des Bundesprogramms Perspektive 50plus im Ortenaukreis an. Mit dem Verein „Initiative Arbeit 50plus“ hatte die KOA bekanntlich zunächst einen externen Partner für die Umsetzung des Projekts. Mit Abschluss der ersten Programmphase, trennten sich Ende 2007 die Wege. „Nach anfänglicher Skepsis“, ob die damit verbundene Neuorganisation sowie die Umsetzung des modifizierten Ursprungsprojekts reibungslos erfolgen kann, zeigte sich Martin Weiland nun begeistert von der positiven Entwicklung des regionalen Beschäftigungspakts. Bei dem Gespräch stellten Benz, Mittelstädt und Klemp vor allem ihre Ziele für das kommende Jahr vor. So plant 50plus sein Team um fünf auf insgesamt 15 Betreuer zu verstärken. Zugleich soll sich die Zahl der von 50plus betreuten Arbeitssuchenden von derzeit 1000 auf 1500 erhöhen. 350 von ihnen will 50plus im kommenden Jahr wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Zu den Zielen zählt auch die regionale Ausdehnung der Projektarbeit. Seit Jahresbeginn arbeiten die Offenburger bereits mit dem Landkreis Emmendingen zusammen. Eine weitere Kooperation mit der ARGE/Jobcenter Rastatt ist ab Januar 2009 geplant. Alle drei Partner bilden dann gemeinsam die Paktregion Oberrhein. Sie plant im nächsten Jahr insgesamt 570 langzeitarbeitslose ältere Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit der regionalen Ausdehnung beschreitet die KoA bereits heute einen Weg, den das BMAS mittelfristig auch von den anderen Regionalpakten erwartet, betonte Martin Weiland. Das Bundesministerium strebt damit die flächendeckende Ausdehnung des Bundesprogramms Perspektive 50plus auf das gesamte Bundesgebiet an. Seinen Besuch in der Ortenau nutzte Martin Weiland darüber hinaus für ein Gespräch mit Langzeitarbeitslosen. Das Zusammentreffen in Achern bezeichnete er als „sehr intensive Begegnung“. Teilnehmer einer von 50plus initiierten Bildungsmaßnahme hatten ihn aus ihrer Sicht auf Missstände in der Bundespolitik hingewiesen. Offenburg, den 24.10.2008