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Raus in die Natur!“, dies war die zentrale Forderung bei einem Umweltbildungskongress der Naturschule Ortenau. So formuliert hat sie Professor Dr. Gerhard Trommer von der Universität Frankfurt. Wie das Landratsamt Ortenaukreis mitteilt, hatte kürzlich die Naturschule Ortenau Lehrkräfte und Lehramtsanwärter aller Schularten zum Kongress „Umweltbildung aktuell – Nachhaltigkeit lernen“ ins Offenburger Landratsamt geladen. Der Kongress verfolge das Ziel, so die erste Landesbeamtin Heidi Götz bei der Begrüßung der rund 150 Tagungsteilnehmer, sich intensiv mit nachhaltiger Entwicklung und ihren Fördermöglichkeiten auseinander zu setzen. Darüber hinaus solle die Veranstaltung die vielfältigen Bildungsangebote der Naturschule noch bekannter machen. Verschiedene Vorträge befassten sich mit dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Für Professor Dr. Detlev Doherr von der Hochschule Offenburg stand die Verpflichtung im Mittelpunkt, nicht mehr an Ressourcen zu verbrauchen als tatsächlich nachwachsen, sich nachbilden oder unbegrenzt zur Verfügung stehen. Er rief zum Umdenken auf, da bereits die Lebensbedingungen für viele Menschen in eine dramatische Schieflage geraten seien. Laut Prof. Dr. Werner Rieß von der Pädagogische Hochschule Freiburg bedeutet Nachhaltigkeit, offen und interdisziplinär zu denken. Ökonomische, soziale, kulturelle und ökologische Aspekte müssen beim Gestalten einer positiven Zukunft für möglichst alle Menschen auf dem Planet Erde miteinbezogen werden. Dem Frankfurter Professor Trommer zufolge sollen bereits Kinder die Natur in all ihren Facetten mit allen Sinnen erleben. Wer gelernt habe, Natur wahrzunehmen und zu schätzen, gehe auch schonend mit ihr um und denke im Sinne von Nachhaltigkeit, so seine Erfahrung. Trommer zählt zu den Pionieren der „out-door-classroom-Pädagogik“ in Deutschland. Auf seiner Philosophie beruht auch das Konzept der Naturschule Ortenau. Anregungen für einen Unterricht, der die Bildung für nachhaltige Entwicklungsprozesse ins Blickfeld rückt, erhielten die Teilnehmer in Workshops. Die an den unterschiedlichen Klassenstufen orientierten Themen der Workshops reichten vom Waldmobil über Welt ohne Müll bis hin zu Klimawandel und Energie aus Abwasser. Angeboten haben die Workshops die Institutionen und Partner der Naturschule Ortenau. Zum Netzwerk der Naturschule gehören das Naturschutzzentrum Ruhestein, das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, das Ernährungszentrum südlicher Oberrhein und das Amt für Waldwirtschaft mit dem Waldschulheim Höllhof, das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Offenburg und das Naturschutzgebiet Taubergießen. Offenburg, den 14. November 2008