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Offenburg, 5. Dezember 2008 - Zur Verbesserung der Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum fließen rund eine Million Euro des Landes Baden-Württemberg in den Ortenaukreis. Mit den Fördergeldern können sich 120 zumeist landwirtschaftliche Betriebe im Außenbereich von Schwarzwaldgemeinden an die öffentliche Abwasserbeseitigung anschließen. Zur Zeit betreiben diese noch überwiegend leistungs-schwache Kleinkläranlagen und leiten ihr gereinigtes Abwasser in Gewässer ein. „Die Fördermittel des Landes sind eine gute Investition in den ländlichen Raum im Ortenaukreis“, betont Landrat Frank Scherer. Durch den Wegfall der Abwassereinleitungen werde sich die Gewässergüte der kleineren Bäche deutlich verbessern. „Dies ist ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz und zur Erhöhung der Attraktivität des ländlichen Raumes. Darüber hinaus bringt der Anschluss an die öffentliche Kanalisation auch für die Landwirte erhebliche Vorteile, da sie sich nicht mehr um Betrieb und Wartung der Kleinkläranlagen kümmern müssen“, so Scherer. Im Ortenaukreis haben sich zahlreiche Landwirte zu sogenannten Erschließungsgemeinschaften zusammengefunden, um mit Unterstützung der Gemeinden und des Amtes für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis den Anschluss ihrer Höfe an die öffentliche Abwasserbeseitigung zu planen und zu realisieren. Das Programm des Landes Baden-Württemberg „Finanzielle Unterstützung für Vorhaben zur Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum“ bezuschusst diese Projekte mit 30 Prozent der Gesamtkosten. Die Förderung wird aus dem Aufkommen der Abwasserabgabe finanziert. Diese Abgabe bezahlen Firmen und Kommunen, die behandeltes Abwasser direkt in ein Gewässer einleiten. Mit Hilfe des Förderprogramms konnten im Ortenaukreis bereits 550 dezentrale An-lagen an die zentrale Abwasserbeseitigung angeschlossen werden. Weitere 800 Kleinkläranlagen sollen in den nächsten Jahren nach einer von den Kommunen und dem Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz beim Landratsamts Ortenaukreis erarbeiteten Konzeption stillgelegt werden.