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Offenburg, 23. Dezember 2008. Viele Menschen begrüßen das neue Jahr mit Böllern und Raketen. Die Silvestertradition sollte jedoch niemanden dazu verleiten, mit Feuerwerkskörpern unsachgemäß oder gar leichtsinnig umzugehen. Wie das Landratsamt Ortenaukreis mitteilt, ist in diesem Jahr der Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II am 29., 30. und 31. Dezember erlaubt. Gezündet werden dürfen diese Artikel aber nur am 31. Dezember und am 1. Januar. Gewissenhafter Umgang mit Feuerwerksartikeln müsse allerdings schon beim Verkauf beginnen, rät Matthias Konrad vom Amt für Gewerbeaufsicht beim Landratsamt Ortenaukreis. „Wer Raketen und Böller der Klasse II an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verkauft, bringt diese in Gefahr und handelt in höchstem Maße unverantwortlich“, lässt Konrad keinen Zweifel. Trotz aller Warnhinweise würden immer noch Feuerwerkskörper der Klasse II unerlaubterweise in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen. „Wir raten deshalb Einzelhandel und Eltern gleichermaßen, sich nicht durch Leichtsinn oder falsch verstandene Zuneigung dazu verleiten zu lassen, hier großzügig zu sein“, so Konrad. Er kündigt aus diesem Grund an, verstärkt den Verkauf und die Lagerung pyrotechnischer Gegenstände in den Verkaufsstellen zu kontrollieren. Um Schäden zu vermeiden, sollten nach den Hinweisen der Gewerbeaufsicht nur pyrotechnische Gegenstände abgebrannt werden, die mit dem in Deutschland notwendigen Zulassungszeichen BAM-P I oder BAM-P II und jeweils einer vierstelligen Nummer versehen sind. Dieses Zulassungszeichen fehle in der Regel bei den im benachbarten Ausland zum Teil kostengünstiger angebotenen Feuerwerkskörpern. Solche Artikel seien in der Sicherheit nicht einschätzbar. Die Behörde warnt auch ausdrücklich davor, Feuerwerkskörper selbst herzustellen, an gekauften herumzubasteln oder Blindgänger nochmals zu zünden. Jedes Jahr müssen sich viele Menschen mit Brandwunden im Gesicht und an den Händen oder mit Trommelfellverletzungen in ärztliche Behandlung begeben. Auch Zimmerbrände, ausgelöst durch unsachgemäßes Abbrennen von Tischfeuerwerken oder Raketen, die durch geöffnete Balkontüren oder Fenster in Wohnungen gelangen, führen immer wieder zu hohen Sachschäden. „Dies alles kann man vermeiden, wenn man nicht leichtfertig, sondern mit der notwendigen Sorgfalt Feuerwerkskörper abbrennt,“ mahnt Konrad. Außerdem sei es ein Gebot der Fairness, bei der Silvesterknallerei Rücksicht auf alte und kranke Menschen zu nehmen. Die Kreisbehörde erinnert auch an das Verbot, Feuerwerkskörper und Knaller in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen abzubrennen. Wer unsicher ist, was er verkaufen oder lagern kann, darf gerne bei Matthias Konrad, Telefon 0781 805 9907, nachfragen, so das Angebot der Kreisbehörde. „Jeder Schaden, jede Verletzung kann bitteres Leid über eine Familie bringen. Schon ein Unfall weniger, rechtfertigt den Aufwand für diese Hinweise und Empfehlungen“, erklärt Konrad.