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Achern/Offenburg, 29. Dezember 2008. 15 Uhr. Schichtbeginn. Motiviert und mit einem Lächeln im Gesicht betritt Manfred Hans Armbruster den Betriebshof der Acherner Speditionsfirma „Decker und Co“. Bis vor wenigen Tagen war das noch anders. Statt zur Arbeit traf sich der 55 Jährige regelmäßig zu Gesprächen mit seinem Persönlichen Ansprechpartner bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) in der Außenstelle Achern. Manfred Hans Armbruster zählte zu einem der rund 1000 langzeitarbeitslosen älteren Menschen im Ortenaukreis, die von der „Perspektive 50plus-Erfahrung zahlt sich aus.“ betreut werden. Mit diesem Projekt beteiligt sich die KOA am Bundesprogramm „Perspektive 50plus-Beschäftigungspakte in den Regionen“, das die Förderung und Vermittlung älterer Langzeitarbeitsloser zum Ziel hat. Von den insgesamt 348 Vermittlungen in diesem Jahr konnte allein die Acherner Außenstelle der KOA 50 langzeitarbeitslosen älteren Menschen eine berufliche Perspektive aufzeigen. Den Erfolg führt Außenstellenleiterin Sabine Schuster auf ihre „14 engagierten Mitarbeiter“ zurück, von denen sich einer ausschließlich um die Betreuung der älteren Kunden kümmert. „Wir sind ein überschaubares Team. Die Wege sind kurz. Das gilt insbesondere auch im Hinblick auf unsere Arbeitgeber. Jedes Unternehmen hat einen festen Ansprechpartner und der kennt die Personalstruktur und die Belange der Unternehmen.“ Bestätigt wird das von Thomas Huber, Prokurist bei „Decker und Co“. „Der Firmenberater der KOA weiß, wen er uns schicken kann. Auf seine Vorauswahl ist Verlass.“ Dementsprechend zufrieden ist der Prokurist auch mit Manfred Hans Armbruster. Wie viele andere auch, hat Manfred Hans Armbruster in seinen knapp 40 Jahren Berufsleben viel erlebt. Mehr als einmal wechselte er die Branche. Nach Abschluss seiner Kaufmannsausbildung war der gebürtige Oberacherner Verkaufsleiter in der Möbelbranche, freier Handelsvertreter im LKW- und PKW-Handel tätig sowie Disponent. Aus Liebe zu seiner Frau reiste er 1996 in die Türkei aus. Um seine schwerkranke Mutter pflegen zu können, kam er vor zwei Jahren zurück nach Deutschland. Als er sich schließlich vor wenigen Wochen auf das Stelleninserat der Acherner Speditionsfirma bewarb, wurde er mit offenen Armen empfangen: „Das Alter spielt für uns keine Rolle“, betont Thomas Huber. „Bei uns bekommt jeder eine Chance, sofern er motiviert und leistungsfähig ist.“ Die Erfahrungen der KOA zeigen, dass immer mehr Personalverantwortliche diese Auffassung teilen. Viele von ihnen setzen auf die Dynamik eines jungen und die Erfahrung eines älteren Mitarbeiters. „Um unseren künftigen Fachkräftebedarf zu sichern“, so Thomas Huber weiter, „wird bei uns aber auch Ausbildung groß geschrieben. Für 2009 suchen wir noch sieben junge Menschen, die den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik oder zum Berufskraftfahrer erlernen wollen.“ Manfred Hans Armbruster ist bei „Decker und Co“ als Kraftfahrer für Rangiertätigkeiten angestellt. Ein Job, der viel Geschick und technisches Verständnis verlangt und der für ihn die ideale Chance darstellt, beruflich noch mal richtig durchzustarten – auch bzw. gerade mit seinen 55 Jahren.