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Offenburg, 30. Dezember 2008 - Kurz vor dem Jahreswechsel fand auf Bitte der Arbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe im Ortenaukreis (AGBO) ein Abstimmungsgespräch der AGBO mit Landrat Frank Scherer und Sozialdezernent Georg Benz statt. Anliegen der AGBO, vertreten durch die Herren Lutz Heubach (Werkstatt für Behinderte Haslach), Robert Büchel (Diakonie Kork), Andreas Hemlein (Werkstätten der Lebenshlfe Nordschwarzwald), Arthur Jerger (Albert-Schweitzer-Werkstätten und Wohneinrichtungen Offenburg), Martin Lasch (Hanauerland-Werkstätten Kehl) und Heinz Rosié (Club 82, Haslach), war die Klärung der Frage ob und inwieweit die Vergütungssätze im Ortenaukreis künftig mit den jeweiligen Angebotsträgern einer Einrichtung der Behindertenhilfe individuell vereinbart werden oder ob der Kreis – wie einige andere Landkreise auch - einer unverbindlichen Empfehlung des Kommunalverbands für Jugend und Soziales, des Landkreistags und des Städtetags Baden-Württemberg folgen wird. Diese Empfehlung sieht vor, dass die Entgelte für die Einrichtungen in der Behindertenhilfe pauschaliert bis Ende 2008 um 3,8 Prozent und für 2009 um weitere drei Prozent erhöht werden. Landrat Frank Scherer machte deutlich, dass im Bereich der stationären und teilstationären Angebote (etwa Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung) individuelle Vergütungsvereinbarungen mit den Angebotsträgern am ehesten dazu geeignet seien, einerseits die Vergütungssätze für unterschiedliche Leistungen differenziert und andererseits auch vergleichbare Vergütungssätze für gleichartige Leistungen festzulegen. Gleichwohl werde die gemeinsame Empfehlung eine von mehreren Orientierungsmarken bei den Vertragsverhandlungen sein. Für den Bereich des Ambulant Betreuten Wohnens sicherte Landrat Scherer eine angemessene Anhebung der Vergütungssätze zu Beginn des Jahres 2009 zu. Damit sei dem Anliegen sowohl der Leistungsträger wie auch des Ortenaukreises Rechnung getragen, die ambulanten Hilfen weiter auszubauen. Hintergrund: Mit Beginn des Jahres 2005 hat der Ortenaukreis die Aufgaben der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem Sozialgesetzbuch XII übernommen, nachdem die beiden Landeswohlfahrtsverbände Baden und Württemberg-Hohenzollern aufgelöst worden sind. Aufgabe der Eingliederungshilfe ist, eine Behinderung oder deren Folge zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört insbesondere den behinderten Menschen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern. Demzufolge ist der Ortenaukreis seitdem Vertragspartner der Behindertenhilfeeinrichtungen im Ortenaukreis. In dieser Eigenschaft schließt er mit den Einrichtungen bzw. den Angebotsträgern einerseits Leistungsvereinbarungen ab, die den gesetzlichen Intentionen entsprechen und bedarfsgerecht sind. Andererseits ist er auch Vertragspartner für Vergütungsvereinbarungen, die nach dem Willen des Gesetzgebers den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Leistungsfähigkeit entsprechen sollen.