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Offenburg, den 27. Januar 2009 - Auch dieses Jahr verzeichnete das Gesundheitsamt im Landratsamt Ortenaukreis einen saisonbedingten Anstieg der Meldezahlen von Norovirusinfektionen in den Wintermonaten. Zwar sind die gemeldeten Keimnachweise im Ortenaukreis mit 338 Meldungen gegenüber 2007/ 2008 mit 569 Meldungen, wie auch bundesweit, leicht rückläufig. Dennoch zählt das Norovirus auch weiterhin zu den häufigsten Erregern von infektiösen Magen-Darm-Erkrankungen und hat bakterielle Infektionen wie die Salmonellenerkrankung vom ersten Platz endgültig abgelöst. Der Krankheitsverlauf ist in der Regel kurz aber heftig und durch unangenehmen Brechdurchfall gekennzeichnet. Bereits eine kleine Menge an Viren reicht zur Ansteckung aus. Das Virus ist darüber hinaus sehr widerstandsfähig und bleibt außerhalb des menschlichen Körpers über Tage ansteckungsfähig. Besonders betroffen sind Gemeinschaftseinrichtungen, in denen Menschen nahe beieinander leben. Die Übertragung erfolgt zumeist über Handkontakt mit Erkrankten oder mit Flächen, die durch virushaltigen Stuhl oder Erbrochenes verschmutzt sind. Auch die Aufnahme virushaltiger Tröpfchen über den Mund, beispielsweise bei schwallartigem Erbrechen einer erkrankten Person, ist möglich. Eine Impfung gegen das Norovirus gibt es bislang nicht. Auch können sich Personen mehrfach in der Wintersaison oder auch während eines einzelnen Ausbruches infizieren. Da „A und O“, um sich vor einer Ansteckung zu schützen ist eine gute Händehygiene. Gemeint ist das gründliche Händewaschen mit Wasser und Seife, insbesondere nach dem Toilettenbesuch, und sofern möglich die Desinfektion der Hände mit einem geeigneten Desinfektionsmittel. Für den Erkrankungsfall wichtig, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Tee oder Wasser und ggf. eine Anreicherung mit Traubenzucker oder Mineralien. Nach einer überstandenen Noroviruserkrankung sollte noch zwei Wochen danach auf besonders sorgfältige Toiletten- und Händehygiene geachtet werden. Berufstätige sollten während der Erkrankung nicht zur Arbeit und Kinder nicht zur Schule oder in den Kindergarten gehen, um Ansteckungen anderer zu vermeiden. Bei besonders ausgeprägten Symptomen und Komplikationen wie Kreislaufbeschwerden sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.