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Offenburg, 5. Februar 2009. Die Integration hilfebedürftiger alleinerziehender Frauen ins Arbeitsleben nimmt bei der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) einen hohen Stellenwert ein. „Allein erziehende Mütter brauchen eine besonders intensive, individuelle und schnelle Unterstützung“, sagt Claudia Zurmühl. Die Diplompädagogin ist Frauenförderin bei der KOA. Ihrer Erfahrung nach scheitert die Arbeitsaufnahme alleinerziehender Frauen oftmals an fehlenden Betreuungsmöglichkeiten für deren Kinder. Aber auch veraltetes, nicht oder nicht mehr vorhandenes berufliches Fachwissen bzw. Probleme im sozialen Umfeld erschweren die Arbeitsaufnahme. Gleiches gilt für Hausfrauen, die sich jahrelang um Haus und Hof gekümmert haben und nun wieder am Arbeitsleben teilnehmen wollen. Die Frauenfördermaßnahmen zielen auf eine „nachhaltige, passende und sinnvolle Arbeitsmarktintegration“ von eben diesen „Wiedereinsteigerinnen“ und allein erziehenden Frauen ab. Auch in diesem Jahr finanziert die KOA wieder etwa 30 solcher speziellen Bildungsmaßnahmen. Viele Frauen, die von den Persönlichen Ansprechpartnern der KOA beraten und betreut werden, sind frustriert. Bei den Gesprächen mit den Frauen ist psychologisches Fingerspitzengefühl gefragt. Oft zeigt sich dann, dass es den Frauen an Selbstvertrauen und am Selbstwertgefühl mangelt. „Manche haben regelrecht Angst und trauen sich nichts mehr zu“, weiß Claudia Zurmühl. Während der Bildungsmaßnahmen merken sie dann, „ich kann was und ich bin wer". Das motiviert die Frauen auf ihrem Weg zurück ins Berufsleben. Die Qualifizierungs- bzw. Weiterbildungsangebote finden alle in Teilzeit statt und sind im pflegerischen, kaufmännischen und handwerklichen Bereich angesiedelt. Jede Bildungsmaßnahme ist mit einer praktischen Begegnung mit dem Arbeitsleben verbunden. Dieser Praktikumsanteil soll für die betroffenen Frauen sowohl einen sozialen als auch fachlichen Nutzen haben. So erweitern bzw. ergänzen die Teilnehmerinnen nicht nur ihr berufliches Wissen, sondern lernen auch neue Leute kennen. Die Kosten für die Kindertagesbetreuung trägt in dieser Zeit die KOA. Die Angebote stehen zeitnah, verlässlich und flexibel zur Verfügung. Möglich macht das die intensive Zusammenarbeit der KOA mit den Tageselternvereinen im Ortenaukreis. Für das Frühjahr plant die KOA eine Informationsveranstaltung. Sie soll allein erziehenden Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen die Chancen aufzeigen, die sich aus ihrer Situation ergeben. Gerade junge Mütter haben den Wunsch zu arbeiten oder wollen die Zeit der ersten drei Lebensjahre ihres Kindes zu einer Teilzeitqualifizierung oder Teilzeitbeschäftigung nutzen. Ansprechpartnerin für die Frauenfördermaßnahmen der KOA ist Claudia Zurmühl. Die Frauenförderin ist telefonisch unter 0781 805 9386 erreichbar.