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Die Staatsrätin für Demographischen Wandel und für Senioren im Staatsministerium Baden-Württemberg, Prof. Dr. Claudia Hübner, informierte sich am Mittwoch, 11. März 2009 im Ortenaukreis über Projekte und Initiativen zum Thema demographischer Wandel. Staatsrätin Hübner sagte bei ihrer ersten Station im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg, sie sammle bei ihren Kreisbereisungen vor allem Best-Practise-Beispiele aus den Kommunen und Landkreisen im Umgang mit dem Demografischen Wandel. „Der Ortenaukreis ist ein Landkreis, der sich sehen lassen kann. Er hat eine gesunde Infrastruktur und verfügt über viele mittelständische Betriebe. Die Geburtenrate im Ortenaukreis liegt über dem Landesdurchschnitt“, erklärte Hübner. Landrat Frank Scherer betonte in seiner Begrüßung, das der Kreis den demografischen Wandel als eine Herausforderung annehmen und diesen positiv gestalten werde. „Wir sind gut aufgestellt und werden nicht nachlassen, uns immer weiter zu entwickeln“, betonte Scherer. Als ein Beispiel für das konkrete Eingehen des Kreises auf den demografischen Wandel stellten Sozialdezernent Georg Benz und Amtsleiter Armin Mittelstädt die Arbeit der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) vor. Mittelstädt verwies unter anderem auf die zielgruppenorientierte Ausrichtung der KOA. Beispielhaft dafür präsentierte sich gestern die „Perspektive 50plus – Erfahrung zahlt sich aus.“ Dieses Projekt der KOA konzentriert sich auf die Integration älterer langzeitarbeitsloser Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. Projektleiter Christian Klemp verwies in seiner Präsentation insbesondere auf die Ziele und Erfolge der Projektarbeit. So gelang es dem Projekt im vergangenen Jahr 347 Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage ist Klemp optimistisch, dass auch die Zielvorgabe für 2009 erreicht werden kann. Durch die bewerber- und stellenorientierte Ausrichtung des Projekts sollen im laufenden Jahr 350 Menschen in Arbeit kommen. Bis dato konnte das Projektteam 52 Menschen einen neuen Job vermitteln. Ferner verwies Klemp auf die integrative Gesundheitsförderung die innerhalb der Projektarbeit betrieben wird. Mit ihr soll die Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheit der Arbeitsuchenden verbessert werden. Das Konzept soll in diesem Jahr erweitert werden. Des Weiteren bietet das Projekt kostenlose Demografieberatungen an. Jens Stecher berät Unternehmen und Kommunen zu einem generationsgerechten Personalmanagement. Die Präsentation der Perspektive 50plus mit Gesundheitsförderprogramm und dem Angebot der kostenlosen Demografieberatung habe ihr gezeigt, dass der Ortenaukreis das Problem erkannt habe, sagte Staatsrätin Hübner nach der Vorstellung. „Der Ortenaukreis weiß worum es geht und wird den demografischen Wandel packen.“ Anschließend stand der Besuch der Offenburger Firma „Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH“ auf dem Programm, die durch die KOA vermittelte ehemalige Langzeitarbeitslose beschäftigt. Das international agierende Familienunternehmen produziert und vertreibt Temperiergeräte für Anwendungen in Forschung und Entwicklung. Bei einem Firmenrundgang gaben die Geschäftsführer Peter Huber, Daniel Huber und Joe Huber Einblick in die Personalentwicklungsmaßnahmen des Unternehmens. Ferner suchte Prof. Dr. Claudia Hübner das Gespräch mit zwei ehemaligen Langzeitarbeitslosen. Bei der nächsten Besuchsstation in Zell-Weierbach informierte sich die Staatsrätin über das Konzept „Sauberes Zell-Weierbach“, das in das Programm „Senioren aktiv für Kinder und Jugendliche“, integriert ist. „Senioren aktiv für Kinder und Jugendliche“ wird gefördert durch die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg innerhalb der von Staatsrätin Hübner initiierten Programmlinie „Neue Generationennetzwerke für Familien“. Hübner zeigte sich beeindruckt von der Ideenvielfalt der einzelnen Kleinprojekte. Bei einem anschließenden Besuch in der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl forderte die Staatsrätin bei einem Vortrag die Studierenden auf, nicht auf vorgegebene Lebens- und Berufswege zu setzen, sondern ihre Zukunft selbst zu gestalten. An den Vortrag schloss sich eine lebendige Diskussion mit den Studierenden an. Letzter Besuchspunkt war schließlich der Verein „Jung und Alt“ in der Gemeinde Willstätt. Beeindruckt zeigte sich Staatsrätin Hübner insbesondere von dem Projekt „Herbstzeit“, das Betreutes Wohnen für alte Menschen in Gastfamilien ermöglicht. An dem Projekt sind unter anderen der Verein „Jung und Alt“ sowie der Ortenaukreis beteiligt.