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Offenburg, 20. März 2009 - Um weltweit auf die Bedeutung der Trinkwasserversorgung hinzuweisen und die öffentliche Aufmerksamkeit auf Wasserthemen zu lenken, haben die Vereinten Nationen 1992 den 22. März zum „Tag des Wassers“ erklärt. „Trinkwasser ist unser wichtigstes und am Besten überwachte Lebensmittel“, betont Bernhard Vetter, Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft- und Bodenschutz beim Landratsamt Ortenaukreis. Es könne bei uns bedenkenlos getrunken werden. In vielen Teilen der Welt sei dies allerdings anders. Schätzungsweise müssen rund 1,2 Milliarden Menschen weltweit auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser verzichten. Im Ortenaukreis sind rund 97 Prozent der Einwohner an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Der durchschnittliche Verbrauch je Einwohner und Tag beträgt im Ortenaukreis 121 Liter und entspricht damit dem landesweiten Durchschnitt. Der Löwenanteil, rund 70 Prozent der öffentlichen Wasserversorgung im Ortenaukreis, wird mittels Grundwasserförderung sichergestellt, 20 Prozent des Bedarfs werden mit Quellwasser und etwa 10 Prozent über die Fernwasserversorgung gedeckt. Rund drei Prozent der Einwohner im Ortenaukreis versorgen sich über Eigenwasserversorgungen selbst. Um die gute Qualität des Trinkwassers im Ortenaukreis zu gewährleisten ist ein dichtes Netz an Kontrollen und Qualitätsprüfungen notwendig. Diese werden von allem von den Hygienefachleuten beim Landratsamt Ortenaukreis vorgenommen und überwacht. Aber auch die Wasserversorger selbst tragen nach der sogenannten Trinkwasserverordnung eine Eigenverantwortung für die Qualität ihres abgegebenen Trinkwassers. Diese Verordnung legt insbesondere genau fest, wer wie oft kontrolliert und was gemessen werden muss. Damit wird ein umfassender Verbraucherschutz gewährleistet. Auf der Grundlage der Verordnung überwacht das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Ortenaukreis 51 öffentliche und 30 private Wasserversorgungen. Das Trinkwasser wird einerseits regelmäßig auf die mikrobiologische und chemische Beschaffenheit kontrolliert, andererseits werden die Wasserversorgungsanlagen mindestens alle zwei Jahre auf die hygienischen sowie technischen und baulichen Voraussetzungen vor Ort überprüft. Je größer eine Anlage ist, um so öfter wird sie kontrolliert. Mindestens viermal jährlich muss jedoch jede Trinkwasserversorgung auf mikrobiologische und mindestens einmal jährlich auf überwiegend chemische Parameter untersucht werden. Allein aus den öffentlichen Wasserversorgungen im Ortenaukreis haben die Fachleute beim Landratsamt Ortenaukreis im Jahr 2008 über 2100 Analyseergebnisse gesichtet und bewertet. „Insgesamt war die mikrobiologische Beschaffenheit des Trinkwassers im Ortenaukreis sehr gut“, so Vetter. Zu den mikrobiologischen Parametern gehören Coliforme Bakterien, Enterokokken und Escherichia coli. Diese dürfen im Trinkwasser nicht vorhanden sein, so der Amtsleiter. Lediglich drei Auffälligkeiten hinsichtlich der Trübung des Wassers habe man festgestellt. Der Untersuchungsumfang auf chemische Parameter umfasst annähernd 50 verschiedene Stoffe, wie zum Beispiel Nitrat, Blei sowie auch Pflanzenschutzmittel. Dort gestaltete sich die Situation etwas kritischer als im Bereich der mikrobiologischen Parameter. Hier sorgt nach wie vor das Pflanzenschutzmittelabbauprodukt N,N Dimethylsulamid (DMS) für mehrere Grenzwertüberschreitungen in öffentlichen Wasserversorgungen. „Die Werte waren jedoch so niedrig, dass wir 12 Ausnahmegenehmigungen erteilen konnten“, erklärt Amtsleiter Bernhard Vetter. Neben den öffentlichen Wasserversorgungsanlagen gibt es im Ortenaukreis eine Vielzahl von sogenannten Eigenwasserversorgungen. Insgesamt sind beim Landratsamt Ortenaukreis 3890 Hausbrunnen registriert, mit deren Hilfe die Betreiber solcher Anlagen ihre Anwesen selbst versorgen. Dabei liegt der besondere Augenmerk auf den 1100 Anlagen mit Abgabe an Dritte, worunter Anlagen fallen welche etwa Fremdenzimmer und Ferienwohnungen versorgen. Auch sie unterliegen regelmäßigen Kontrollen durch die Kreisverwaltung. „Trinkwasser ist lebensnotwendig“, so Vetter, „deshalb ist auch der große Aufwand an Kontrollen für eine einwandfreie Qualität gerechtfertigt.“