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Offenburg, 23. März 2009. Welche Hemmnisse und Schwierigkeiten erschweren Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gleichberechtigt an unserem Bildungssystem teilzuhaben? Damit setzt sich eine Arbeitsgruppe „Eltern-KiTa-Schule“ auseinander, die kürzlich im Landratsamt Ortenaukreis zum ersten Mal tagte. An der Veranstaltung nahmen über 30 Erzieherinnen, Lehrkräfte, Grund- und Hauptschulrektoren sowie Vertreter von Fachberatungsstellen aus dem Ortenaukreis teil. Unter der Leitung der Integrationsbeauftragten beim Landratsamt Ortenaukreis Susanne Riekert analysierten die Fachleute die Probleme, die in den Kindertagesstätten, den Schulen und beim Übergang vom einen zum anderen System auftauchen. Diesen Ergebnissen nach sollten Eltern ausländischer Kinder mehr in der Elternarbeit vertreten sein und auch in den Alltag der KiTas und Schulen einbezogen werden. Hinzu müssen sowohl die Sprachkompetenz als auch die interkulturelle Kompetenz auf beiden Seiten verbessert werden, um die Kommunikation zu erleichtern und verbale Missverständnisse zu vermeiden. Unter diesen Voraussetzungen könnten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund gleiche Bildungschancen und -erfolge haben. Den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zufolge gelingt dies jedoch nur, wenn alle Ebenen, die Träger der Bildungseinrichtungen, die Mitarbeiter und die Eltern, sich für mehr Chancengleichheit einsetzen. Strukturelle sowie organisatorische Veränderungen seien notwendig, so Riekert, die den Prozess der Bildungsintegration mit der Verbesserung der Chancengleichheit von Mädchen im Bildungssystem der 60er Jahre verglich. „Mit strohfeuerartigen Sprachfördermaßnahmen in den Kindergärten und Schulen ist es nicht getan, wenn man eine reale, erfahrbare Chancengleichheit für diese Kinder herstellen möchte, so wie es der Nationale Integrationsplan vorsieht“, erklärte die integrationsbeauftragte und zog ein positives Resümee der Veranstaltung:“ Die Gruppe hat schnell erkannt, dass fehlende deutsche Sprachkenntnisse nur ein Symptom, aber nicht das alleinige Problem darstellen.“ Die gefundenen Lö-sungsansätzen werden die Teilnehmer bei einem weiteren geplanten Treffen vertiefen.