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Offenburg, 27. März 2009. Der Ortenaukreis ist bei der Kinderbetreuung gut aufgestellt. Dies ergab eine Zwischenbilanz über die Arbeit des Ortenauer Bündnisses für Familien, die das Jugendamt beim Landratsamt Ortenaukreis im März zog. Als Grundlage dienten Befragungen von Kindergartenleiterinnen und Gemeindevertretern im Ortenaukreis. Gefragt wurde danach, wie weit sich Betreuung und Bildung für Kinder im Ortenaukreis bereits verbessert haben, ein Hauptanliegen des Ortenauer Bündnisses für Familien, dem neben dem Ortenaukreis Kommunen, Kirchen, freie Wohlfahrtspflege, Schulen, Kindergärten und Tageselternvereine angehören. Im sogenannten Ortenauer Zielkatalog hatten sie formuliert, welche Verbesserungen sie in der Kinderbetreuung bis 2010 erreichen wollen. Die Befragung erstreckte sich auf die Betreuung von Kindern durch Tagesmütter und in Kindertagesstätten. Das Angebot der Kinderbetreuung deckt sich den Umfrageergebnissen zufolge in den meisten Gemeinden mit dem Bedarf. Die Gemeinden wünschen allerdings, dass die Eltern die erforderliche Betreuung rechtzeitig anmelden, mindestens sechs Monate, bevor sie sie in Anspruch nehmen wollen. Des Weiteren zeigt die Umfrage, dass sich die Möglichkeiten der Betreuung besonders für unter Dreijährige erheblich gesteigert haben. Derzeit stehen 2150 Plätze zur Verfügung. Freie Plätze gibt es insbesondere bei Tagesmüttern. Mit einer Betreuungsquote von über 16 Prozent bei den unter Dreijährigen nimmt der Ortenaukreis einen Spitzenplatz in Baden-Württemberg ein. Den Partnern des Ortenauer Bündnisses für Familien ist jedoch mehr als der zahlenmäßige Ausbau die Qualität der Betreuung wichtig. Auch die Eltern legen Wert auf eine gute Versorgung ihrer Kinder und fordern Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen, die sich mit ihrem Arbeitsalltag und ihren Urlaubsmöglichkeiten in Einklang bringen lassen. Auch bei der Einführung des Orientierungsplans sind die Ortenauer Einrichtungen schon weit vorangeschritten. Die Erzieherinnen sehen kaum Schwierigkeiten, den ab dem Kindergartenjahr 2009/10 in Baden-Württemberg verbindlichen Bildungsplan für Kindergärten umzusetzen. Ebenso gute Umfragewerte erhielt die Kooperation mit den Grundschulen. Der Übergang vom Kindergarten in die Schule habe sich auch durch die Information der Eltern weiter verbessert. An den Rahmenbedingungen müsse hingegen noch gearbeitet werden. Ein höherer Personalschlüssel könnte beispielsweise mehr Zeit für Elterngespräche bieten und erlauben, kleinere Gruppen zu bilden, was die Qualität der Arbeit steigere. Ebenfalls verbesserungswürdig erwies sich die Kooperation von Tageseinrichtungen mit den Tageselternvereinen. Oft bestehen gar keine Kontakte. Die Tagespflege stellt eine flexible und familiennahe Alternative dar. Der Ortenaukreis hat im Unterschied zu vielen Städten ein großes Potenzial an Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege. Daher hat sich das Landratsamt Ortenaukreis beim bundesweiten Aktionsprogramm Kindertagespflege als Modellstandort beworben. Das Programm hat zum Ziel, die Kindertagespflege stärker zu nutzen und qualitativ zu verbessern. Jugendhilfeplaner Hans-Jürgen Lutz ist mit der Zwischenbilanz sehr zufrieden:“ Wir haben im Ortenaukreis schon viel in der Kindertagesbetreuung erreicht. Es hat sich herausgestellt, dass wir mit der Kombination von Fachplanung und dem Aktionsbündnis für Familien auf dem richtigen Weg sind.“