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Offenburg, 1. April 2009 - Der Ortenaukreis wird den zur Stärkung der Berufsschulstandorte im April 2008 beschlossenen Schulentwicklungsplan bis 2011 umsetzen. Mit dem Beschluss eines Zeitplans und der Verabschiedung einer Satzung über die Einrichtung von Schulbezirken ab dem Schuljahr 2009/2010 hat der Kreistag am Dienstag, 31. März 2008, die Voraussetzung für die Umsetzung des Schulentwicklungsplans geschaffen. Dieser sieht die Bildung von berufsfeldbezogenen Kompetenzzentren für gleichartige Ausbildungsgänge vor. „Das Konzept zur Umsetzung ist ein komplexes Gebilde, aber es ist ein gutes Gebilde“, betonte Landrat Frank Scherer in der Sitzung. „Mit der Einrichtung von Kompetenzzentren steigern wir mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand unsere Ausbildungsqualität im gesamten Kreis.“ Es sei klar, dass die Änderungen für einige Schüler teilweise auch längere Fahrzeiten zur Berufsschule bedeuteten. Diese Nachteile hielten sich aber alle noch im Rahmen des Zumutbaren. Die Vorteile der Gesamtkonzeption seien demgegenüber deutlich größer. Basierend auf den aktuellen Schülerzahlen des Schuljahres 2008/2009 hat der Kreis in Abstimmung mit den Schulleitungen sowie dem Regierungspräsidium Freiburg, der Handwerkskammer Freiburg und der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein das Konzept für die Umsetzung des Schulentwicklungsplans erarbeitet. Damit soll eine ausgewogene Verteilung der Schüler auf die Kompetenzzentren gewährleistet werden. Für neun Ausbildungsgänge, für die jeweils mehrere Kompetenzzentren bestehen, wird die Schulzuordnung per Schulbezirk festgelegt. Dies betrifft die Ausbildungsbereiche Elektrotechnik, Holztechnik, Körperpflege, KFZ-Technik, Industriemechanik, Werkzeugmechanik, Bürokaufleute, Industriekaufleute sowie Einzelhandel und Verkauf. Außerdem werden die Ausbildungsberufe in den Bereichen Bautechnik (Offenburg), Gesundheit (Achern), Teilezeichner (Kehl), Installations- und Metallbautechnik (Offenburg), Automobilkaufleute (Offenburg), Fachkraft Kurier, Express- und Postdienstleistung (Kehl), Bankkaufleute (Offenburg), Groß- und Außenhandelskaufleute (Lahr) in Zukunft an einem Kompetenzzentrum konzentriert. Für diese wie für alle anderen Ausbildungsgänge, die bisher bereits nur an einem Standort angeboten wurden, ist Schulbezirk jeweils der gesamte Ortenaukreis. In den kaufmännischen Ausbildungsberufen wird es einen gleitenden Übergang zur neuen Konzeption geben. Dabei beginnen die Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr ab dem Schuljahr 2009/2010 in den neuen Kompetenzzentren, die Auszubildenden im 2. und 3. Ausbildungsjahr können die Ausbildung an der bisherigen Schule beenden. Mit Ablauf des Schuljahres 2010/2011 sind dann alle Kompetenzzentrenbildungen abgeschlossen. Im gewerblichen Bereich kann dagegen nur eine gleichzeitige Umsetzung für alle Ausbildungsjahre im Schuljahr 2009/2010 erfolgen, um einen mehrfachen Maschinen- und Gerätebedarf an den bisherigen Schulorten und im neuen Kompetenzzentrum zu vermeiden. An den 13 beruflichen Schulen im Ortenaukreis sind 933 Schüler von insgesamt 14.648 Schülern von den Veränderungen betroffen. Die Umsetzung des Schulentwicklungsplans ist für den Ortenaukreis kostenneutral. Langfristig spart der Ortenaukreis durch die deutlich verminderte Zahl von Fachwerkstätten, Laboren und Fachräumen Investitionskosten ein, die der Ausstattungsqualität in den Kompetenzzentren zu Gute kommen sollen.