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Offenburg, 12. Mai 2009 Der Jugendhilfeausschuss des Ortenaukreises beschloss in seiner gestrigen Sitzung (12. Mai 2009), Pflegeeltern in der Vollzeitpflege zukünftig besser zu stellen. Er folgt damit den gemeinsamen Empfehlungen des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) und des Städte- und Landkreistages Baden-Württemberg zum Pflegegeld für Kinder und Jugendliche in der Vollzeitpflege nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) VIII. Der Ortenaukreis wird die neuen Regelungen nach der endgültigen Bekanntgabe durch die Verbände ab dem 1. Juli 2009 anwenden. Sie sehen unter anderem vor, dass Beiträge der Pflegepersonen zur Alterssicherung und zur Unfallversicherung gegen Nachweis zu erstatten sind. Dabei übernimmt das Landratsamt Beiträge für die Alterssicherung zu 50 Prozent und für die Unfallversicherung zu 100 Prozent. Außerdem sollen die Kosten einer Kindertagesbetreuung künftig nicht mehr im Pflegegeld enthalten sein, Das Landratsamt wird diese Kosten als zusätzlichen Bedarf übernehmen. Der Jugendhilfeausschuss hat die Erstattung der Tagesbetreuungskosten jedoch auf die Höhe der Beiträge für einen Regelkindergarten beschränkt und weicht damit von den Empfehlungen ab. Besucht das Kind eine Kindertagesstätte oder wird es von einer Tagesmutter betreut, bestreiten die Pflegeeltern den über den Betrag für einen Regelkindergarten liegenden Aufwand aus dem Pflegegeld. Pflegeeltern, die mit dem Kind oder Jugendlichen in gerader Linie verwandt sind, erhalten bisher schon in der Regel weniger Pflegegeld. Mit den neuen Regelungen ist weiterhin in diesen Fällen eine Kürzung des Pflegegelds bis zu 30 Prozent möglich. Allerdings beschränkt sich die Kürzung nur noch auf die Kosten des Sachaufwands und nimmt die Kosten für die Pflege und Erziehung des Kindes aus. Darüber hinaus muss die Pflegeperson trotz Kürzung in der Lage bleiben, den eigenen Lebensunterhalt sowie ihre sonstigen Verpflichtungen abzudecken.