Hilfsnavigation

  • Kulinarische Ortenau.
  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Winter in Offenburg.
  • Wir beraten Sie gerne.
Offenburg, 4. Juni 2009 - Zu einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Volker Schebesta (CDU) ist Landrat Frank Scherer am Mittwoch im Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Unterredung, zu der Scherer den Abgeordneten und Bildungspolitischen Sprecher seiner Fraktion eingeladen hatte, standen die Themen Schülerbeförderung und Ländlicher Raum. Landrat Frank Scherer begrüßte bei dem Gespräch die bildungspolitischen Initiativen des Landes zur Zusammenlegung von Hauptschulen und die Neukonzeption der Werkrealschulen. Beide Initiativen sind absolut sinnvoll , so Scherer. Allerdings erwarte der Ortenaukreis, dass durch die neuen Strukturen mehr Angebote in der Schülerbeförderung benötigt würden und damit auch die Kosten für den Landkreis in diesem Bereich steigen. Zwar habe das Land zugesagt, einen Teil der durch die schulorganisatorischen Maßnahmen eingesparten Mittel auch für die Schülerbeförderung einzusetzen. Der Ortenaukreis befürchte jedoch, dass das Land gerade für die sehr kostenintensive Schülerbeförderung im ländlichen Raum letztlich weniger Geldmittel zur Verfügung stellt, als benötigt. Volker Schebesta berichtete, dass das Land im Gesetzentwurf eine pauschale Erhöhung der Mittel für die Fahrtkostenerstattung angekündigt habe. Wie diese dann vor Ort eingesetzt würden, sei Entscheidung des Kreistags, so der Landtagsabgeordnete. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die von Landrat Frank Scherer initiierte Gesamtstrategie Ländlicher Raum. Ich sehe insbesondere auch im ländlichen Raum noch weiteres Entwicklungspotenzial zur Stärkung des Standorts Ortenau , erläuterte Scherer. Deshalb sei eine Gesamtstrategie, die alle Initiativen zusammenfasse und alle Akteure zusammenbringe die richtige Lösung. Ziel ist aber nicht vorrangig die Strategie, sondern wir wollen die Dinge dann auch umsetzen , so der Landrat. Eine erste Entwurfsfassung werde zur Zeit in der Kreisverwaltung erarbeitet, erläuterte Scherer. Diese solle dann in einem neu zu bildenden Unterausschuss Ländlicher Raum des Kreistages beraten und diskutiert werden. Nach der Definition und Priorisierung der Handlungsempfehlungen werde der Kreistag voraussichtlich im Frühjahr 2010, so Scherer, die Gesamtstrategie beraten und verabschieden. Volker Schebesta begrüßte die Initiative des Landrats und bot seine Unterstützung an. In allen landespolitisch relevanten Fragen will ich mich gern besonders für den ländlichen Raum einsetzen , so der Landtagsabgeordnete. Im weiteren Verlauf der Unterredung sprachen Scherer und Schebesta auch über die Erfahrungen des Ortenaukreises bei der Umsetzung des Landesprogramms STäRKE. Aus dem STäRKE-Programm erhalten Eltern von Neugeborenen einen Gutschein über 40 Euro für Kurse zur Familien- und Elternbildung. Des Weiteren erhalten Familien in besonderen Lebenssituationen eine zusätzliche kostenlose Unterstützung in Form spezieller Familienbildungsangebote und im Bedarfsfall auch Einzelfallberatung. Der Ortenaukreis hat das Programm in seine Initiativen zur Familienbildung integriert und eine Vielzahl von Veranstaltern verpflichtet. Das Programm sei von seiner Grundidee sehr positiv, so Scherer, doch sollte bei der Umsetzung der Verwaltungsaufwand deutlich verringert werden. Das Programm behindere teilweise die schnelle Unterstützung von Familien in besonderen Lebenslagen, da Spezialbildungskurse nur im Vorfeld oder zeitgleich zu Hilfsmaßnahmen des Jugendamtes in Anspruch genommen werden könnten. Bestimmte Zielgruppen wie bildungsungewohnte Eltern könnten mit den vorgesehenen Angeboten nur erschwert oder gar nicht erreicht werden. Auch Schebesta begrüßte das Programm und die damit verbundenen Angebote für Familien. Er sagte zu, die im Ortenaukreis gemachten Erfahrungen bei der Umsetzung der Programms an das Sozialministerium weiterzugeben und auf eine Verringerung des Verwaltungsaufwandes hinzuwirken.