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Offenburg, 14. Juli 2009 - Tagesmütter können im Ortenaukreis ab 1. Juli mit mehr Geld für die Kinderbetreuung rechnen. Gleichzeitig werden die Elternbeiträge einkommensabhängig gestaffelt und bei Kindern unter drei Jahren noch zusätzlich mit Landesmitteln bezuschusst. Dies beschloss der Jugendhilfeausschuss des Ortenaukreises in seiner Sitzung am Dienstag, 14. Juli, und setzte damit die neuen Regelungen des Kinderförderungsgesetzes, des Kindertagesbetreuungsgesetzes und des Finanzausgleichsgesetzes um. Die neuen Regelungen bilden einen weiteren Baustein, um die Kinderbetreuung besonders für unter dreijährige Kinder im Ortenaukreis weiter auszubauen und die Betreuung in Tagespflege an die Regelungen für Kindertageseinrichtungen anzugleichen", so Georg Benz, Sozialdezernent beim Landratsamt Ortenaukreis. Als Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat der Ortenaukreis die Geldleistungen an die Tagesmütter auf der Grundlage der Empfehlungen des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg und des Städte- und Landkreistags Baden-Württemberg neu angepasst. Statt der bisherigen Pauschalbeträge, die sich an den geleisteten Wochenstunden orientierten, gilt künftig ein einheitlicher Stundensatz von 3,90 Euro. Die Vergütung beinhaltet neben der Betreuungsentschädigung auch die entstehenden Sachkosten. Etwaige Sozialversicherungsbeiträge der Tagesmütter werden zusätzlich bezahlt. Die Verwaltung des Ortenaukreises rechnet damit, dass sich dadurch die Kosten für die Betreuung durch Tagesmütter um durchschnittlich 30 Prozent erhöhen werden, was einen Mehraufwand von 180.000 Euro bezogen auf das Haushaltsjahr 2008 ergeben würde. Diese Neuregelungen sollen mit dazu beitragen, dass bis zum Jahr 2013 für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Damit die Betreuung für die Eltern bezahlbar bleibt, hat der Ortenaukreis auch eine neue Beitragsregelung verabschiedet. Die Elternbeiträge staffeln sich nach Einkommen, Kinderzahl und Betreuungszeit. Um die Kostenbeteiligung für die Eltern mit Kindern unter drei Jahren gering zu halten, wird ein Großteil des Landeszuschusses auf die Elternbeiträge angerechnet. Darüber hinaus verwendet der Ortenaukreis voraussichtlich 17 Prozent der Landesmittel, etwa 45.000 Euro, um die Tagesmütter fachlich zu begleiten und damit die Betreuungsqualität weiter zu verbessern.