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Offenburg, 28. Juli 2009. Im Ortenaukreis breitet sich - wie deutschland- und weltweit - die Neue Grippe mit dem A/H1N1-Virus aus. Derzeit liegen dem Gesundheitsamt beim Landratsamt Ortenaukreis 15 bestätigte Fälle vor, zahlreiche Verdachtsfälle befinden sich in der Abklärung. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind die betroffenen Personen an den typischen Symptomen einer Grippe erkrankt wie Husten, Schnupfen, Fieber, Gliederschmerzen und einem mehr oder weniger ausgeprägten Krankheitsgefühl. Meist handelt es sich laut Mitteilung des Gesundheitsamts um Reiserückkehrer. Für Dr. Andrea Bengel-Flach, Medizinische Leiterin des Gesundheitsamts Ortenaukreis, kein Anlass zur Panik: Die betroffenen Personen sind nicht so schwerwiegend erkrankt, dass sie in einer Klinik versorgt werden müssen. In den meisten Fällen tritt eine rasche Besserung ein und es zeichnet sich ein milder Verlauf der Erkrankung ab. Auf Veranlassung des Gesundheitsamts befinden sich erkrankte Menschen in häuslicher Kontaktisolierung. Personen, die mit Erkrankten in Kontakt standen, werden ermittelt und beraten. Patienten mit einem Verdacht auf eine Neue Grippe sollten sich an einen niedergelassenen Arzt wenden, insbesondere wenn sie sich in Gebieten aufgehalten haben, in denen die Erkrankung stark ausgebreitet ist, oder wenn sie mit infizierten Personen in Kontakt waren. Bevor Personen mit Verdacht auf die Neue Grippe eine Praxis aufsuchen, sollten sie telefonisch auf den Verdacht hinweisen. So müssen sie nicht im Wartezimmer warten, wo sie weitere Personen anstecken könnten. Zudem können sich Ärzte und Praxispersonal dann mit entsprechender Schutzkleidung schützen, um auch auf diesem Weg eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern. Derzeit gibt es noch keinen Impfstoff zur Vermeidung der Krankheit. Es wird jedoch im Herbst damit gerechnet. Dr. Bengel-Flach rät davon ab, direkt in eine Klinik zu gehen, da sich die Krankenhäuser um die Akutversorgung von Erkrankten und Verletzten zu kümmern haben. Ein mit dem A/H1N1-Virus Infizierter könne in einer Klinik Menschen, die bereits schwer an anderen Krankheiten leiden, möglicherweise zusätzlich anstecken, was unbedingt verhindert werden müsse. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, kann jeder etwas tun und die allgemeinen Hygieneregeln beachten , erklärt Dr. Bengel-Flach und rät zu gründlichem Händewaschen nach Personenkontakten, nach der Benutzung von Toiletten und vor dem Essen. Wer husten muss, sollte dies in den Ärmel tun oder Einmaltaschentücher verwenden und sie sicher entsorgen. Anhusten und Anniesen sollte ebenso vermieden werden wie Händeschütteln. Weiter empfiehlt die Ärztin, in allen Räumen intensiv zu lüften und auf direkten Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen zu verzichten. Erkrankte sollten im eigenen Interesse zu Hause bleiben.