Hilfsnavigation

  • Wir beraten Sie gerne.
  • Forstwirte des Ortenaukreises bei der Arbeit.
  • Blumenwiese
  • Kulinarische Ortenau.
Offenburg, 30. Juli 2009 Im Jahr 2010 wird der Gelbe Sack aus dickerem Material und zusätzlich mit einem eingearbeiteten Zugband versehen sein. Dies teilt der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft beim Landratsamt Ortenaukreis mit. Damit wird die Nutzung des Sacks komfortabler , so Abfallberater Johann Georg Kathan. Seit Jahren höre man den stets wiederkehrenden Vorwurf, die Gelben Säcke seien zu dünn und würden bei jeder Gelegenheit reißen. Dass dem nicht so ist, beweise zwar die Vielzahl Gelber Säcke, die Woche für Woche unversehrt zur Abfuhr bereitgelegt werden, trotzdem habe man sich für diese Verbesserung entschieden, so Kathan weiter. Dass die kostenlos verteilten - Gelben Säcke eher dünn sind ist allerdings beabsichtigt. Denn je dicker, desto größer ist die Versuchung, sie für andere Zwecke als die Entsorgung von Leichtverpackungen zu verwenden etwas, das das Verwertungsunternehmen aus Kostengründen vermeiden will. Den Gelben Sack durch eine Gelbe Tonne zu ersetzen, hätte nach Meinung des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft mehr Nachteile als Vorteile. Zunächst sei da die nicht zu überbietende Flexibilität des Gelben Sacks bei wechselndem Abfallaufkommen. Weiterhin könne über ihn im Gegensatz zur Gelben Tonne kaum Restmüll entsorgt werden. Und er brauche weniger Platz. Vor allem in den engen Bebauungen der Innenstädte würden sich die Grünen, Grauen und Gelben Tonnen ständig den beschränkten Stellplatz gegenseitig streitig machen. Den vermehrt zu hörenden Vorwurf, die über den Gelben Sack sortierten Abfälle würden keiner sinnvollen Verwertung zugeführt, entkräftet der Abfallberater wie folgt: Aus den etwa zwölftausend Tonnen an Leichtverpackungen, die im Jahre 2008 im Ortenaukreis eingesammelt wurden, konnten rund 2000 Tonnen Weißblech und Aluminium, etwa 5200 Tonnen Kunststoffe, darunter rund 800 Tonnen sortenreines PP, PE und PET, und über 1000 Tonnen Getränkekartons und vergleichbare Verbundstoffe aussortiert und recycelt werden. Dies entspricht rund 70 Prozent des Inhalts der Gelben Säcke. Weitere 20 Prozent wurden zu Ersatzbrennstoffen verarbeitet. Sie ersetzen fossile Energieträger in industriellen Anlagen und tragen so zu einer Schonung von Ressourcen und zur Minimierung des CO2-Ausstoßes bei. Lediglich etwa 10 Prozent an nicht verwertbaren Inhalten des Gelben Sackes wurden in Müllverbrennungsanlagen beseitigt. Dem Ansinnen mancher Kritiker, den Gelben Sack abzuschaffen und die Leichtverpackungen in dann größeren Grauen Restmülltonnen zu entsorgen, widerspricht Martin Roll, Leiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft: Die Verpackungsverordnung schreibt eine Sortierung der Verpackungsabfälle vor und verlangt ferner, dass 60 Prozent der verwerteten Kunststoffe so verwertet werden, dass sie stoffgleiches Neumaterial ersetzen. Dies ist nicht mehr möglich, wenn Verpackungen mit Restmüll vermischt sind. Hohe Wiederverwertungsquoten sind nur mit einer getrennten Entsorgung der Abfälle erreichbar. Und Roll fügt hinzu: Unabhängig von der Gesetzeslage wäre es im Ortenaukreis unmöglich, die Leichtverpackungen zusammen mit dem Restmüll in der neuen mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage in Ringsheim zu verwerten. Für solche zusätzlichen Abfallmengen ist die Anlage nicht ausgelegt und eine Erweiterung der Anlage ist derzeit nicht wirtschaftlich.
Wo finde ich was?
Wo finde ich was?
Der Landkreis im Detail
Lagekarte
Modellkommune E-Government
Modellkommune E-Government