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Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Mit ihrer Dauer mehren sich oftmals die gesundheitlichen Probleme. Bei vielen Betroffenen hinterlässt die Arbeitslosigkeit auch seelische und psychische Spuren. Die KOA | Perspektive 50plus , ein Projekt der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) beim Bundesprogramm Perspektive 50plus , hat dieses Problem aufgegriffen. Seit einigen Wochen bietet die KOA deshalb ein Angebot zur Arbeitsförderung mit gesundheitsbezogener Ausrichtung, kurz AmigA Ortenau genannt, an. Durch ein beschäftigungsorientiertes Fallmanagement verzahnen wir die Arbeitsmarktpolitik mit der Gesundheitsförderung und Prävention. Zur Arbeitsvermittlung kommt als Schwerpunkt der Erhalt und die Verbesserung der Gesundheit der Arbeitssuchenden hinzu , erklärt die Leiterin des Projekts, Diplom-Psychologin Susanne Müller. Durch AmigA Ortenau werden die Arbeitssuchenden nicht nur beraten und unterstützt, sondern erhalten darüber hinaus medizinische und psychologische Angebote. Ein Fallmanagement-Team, dem ein sogenannter Persönlicher Ansprechpartner der KOA, ein Sozialmediziner sowie eine Psychologin angehören, betreut die Teilnehmer. Das beschäftigungsorientierte Fallmanagement beginnt für die Teilnehmer mit einer umfassenden Eingangsdiagnostik. Dabei analysiert das Berater-Team alle beruflich-sozialen und gesundheitsbezogenen Aspekte. Zusammen mit dem Arbeitssuchenden wird ein Integrationsplan erstellt. Dieser verbindet berufliche, soziale und gesundheitsbezogene Aspekte. AmigA Ortenau ist speziell für ältere langzeitarbeitslose Menschen mit gesundheitlichen wie auch psychosozialen Einschränkungen konzipiert. Die Finanzierung erfolgt über Projektmittel, die dem Ortenaukreis aufgrund der erfolgreichen Arbeit der Perspektive 50plus zur Verfügung stehen. Die Teilnahme ist freiwillig. Umgesetzt wird es insbesondere in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. AmigA Ortenau ist bis Dezember 2010 befristet und zunächst in Offenburg und Lahr vorgesehen. Jeweils 40 Arbeitssuchende nehmen für etwa sechs Monate an dem Projekt teil. Das Konzept von AmigA Ortenau basiert auf einem zweieinhalbjährigen Modellversuch (2005-2008) der Mittelmärkischen Arbeitsgemeinschaft zur Integration in Arbeit (MAIA) und des Landes Brandenburg. Bei 48 Prozent der Teilnehmer verbesserte sich damals der Gesundheitszustand. Für 18 Prozent endete das Modellprojekt mit einer Arbeitsaufnahme. Nicht zuletzt aus diesem Grund findet AmigA Ortenau auch Zustimmung und Unterstützung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.