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Offenburg, 28. August 2009 - Bei der Unterbringung von Obdachlosen in der Stadt Lahr arbeiten der Ortenaukreis und die Stadt Lahr eng und konstruktiv zusammen. Dies betonten Brigitte Kaufmann, Erste Bürgermeisterin der Stadt Lahr, und Georg Benz, Dezernent für Bildung, Jugend, Soziales und Arbeitsförderung beim Landratsamt Ortenaukreis kürzlich nach einem Kooperationsgespräch zur Situation der Obdachlosenunterkünfte in Lahr. Unser gemeinsames Ziel ist es, Hilfestellung zu bieten, um Obdachlosigkeit schnellstmöglich zu beenden oder zu vermeiden , betonten Kaufmann und Benz. Sie machten deutlich, dass sowohl der Ortenaukreis wie auch die Stadt Lahr aus ihren jeweiligen Aufgabenstellungen unterschiedliche Verpflichtungen hätten, um dieses Ziel zu erreichen. Entscheidend ist dabei, dass die Betroffenen mitwirken und die angebotenen Hilfen auch annehmen , sagten sie. Wird eine Person obdachlos, ist es zunächst Aufgabe der Stadt Lahr als Ordnungsbehörde diese unterzubringen. Dies geschieht entweder durch Einweisung in eine Wohnung oder Unterbringung in einer Obdachlosenunterkunft. Die Obdachlosenunterkunft wird von der Stadt Lahr getragen. Zudem berät und unterstützt die Stadt die von der Obdachlosigkeit Betroffenen. Auch stellt die Stadt Lahr sicher, dass die Anforderungen an eine menschenwürdige Unterkunft erfüllt sind. Der Ortenaukreis leistet gegenüber Wohnungslosen in der Lahrer Obdachlosenunterkunft Hilfen im Rahmen seiner Aufgabenstellungen in der Sozial- und Jugendhilfe sowie der Arbeitsförderung. Soweit ein Anspruch besteht, erhalten Obdachlose überwiegend Geldleistungen sowie auch persönliche Beratungen in den speziellen Aufgabenfeldern der Landkreisverwaltung. In Lahr wird diese Hilfe durch Mitarbeiter der Kommunalen Arbeitsförderung und des Amtes für Soziales und Versorgung und des Jugendamtes erbracht, die jeweils in der Lahrer Außenstelle des Landratsamtes Ortenaukreis angesiedelt sind. Darüber hinaus beteiligen sich die Stadt Lahr und der Ortenaukreis an der Finanzierung von Einrichtungen in Lahr, die sich mit ihren Hilfsangeboten auch oder vor allem an Obdachlose richten. So fördern Stadt und Landkreis etwa die Tagesstätte des Diakonischen Werks, das Cafe Löffel, in Lahr. Der Ortenaukreis finanziert zudem den Fachverband für Prävention und Rehabilitation der Erzdiözese Freiburg (AGJ), der in Offenburg das St. Ursula-Heim unterhält und der auch in Lahr einen Sozialarbeiter als so genannten Streetworker einsetzt. Sowohl Kaufmann als auch Benz weisen entschieden Vorwürfe zurück, die Stadt Lahr oder der Ortenaukreis würden sich bei der Obdachlosenunterbringung aus der Verantwortung ziehen. Allerdings seien sie der Auffassung, dass es nicht erforderlich ist, ein Café in einer Obdachlosenunterkunft finanziell zu unterstützen. Entsprechende Forderungen der AGJ, die die Betroffeneninitiative in Lahr unterstützt, seien ungerechtfertigt. Sowohl die Stadt Lahr wie auch der Ortenaukreis sind der Auffassung, dass die Bewohner der Obdachlosenunterkünfte die vorhandenen und bedarfsgerechten Unterstützungs- und Hilfemöglichkeiten in Lahr nutzen können. Zwischen der Stadt Lahr und dem Ortenaukreis wurde vereinbart, dass die Stadt Lahr im Spätsommer alle in der Obdachlosenhilfe Beteiligten und die Betroffenen nochmals zu einem Runden Tisch einlädt, um die Situation zu erörtern.