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Die vor zehn Jahren durch den Sturm Lothar verursachten Waldschäden sind im Ortenaukreis vollständig und vorbildlich aufgearbeitet worden. Diese positive Bilanz zogen Landrat Frank Scherer und Forstpräsident Meinrad Joos gestern nach einem Treffen in Offenburg und einer anschließenden Informationsfahrt durch Ortenauer Wälder. "Die Leistungsbilanz der Waldbesitzer und Forstwirte im Ortenaukreis ist überaus beeindruckend", so Scherer und Joos. Von den rund 6.000 Hektar Sturmwurfflächen seien 5.400 Hektar (90 %) durch Pflanzung und Naturverjüngung inzwischen wieder zu wuchskräftigen jungen Waldbeständen geworden. Auf rund 600 Hektar (10 %) habe man bewusst auf eine aktive Wiederbewaldung verzichtet. Dort sollten sich ökologisch wertvolle Wildnisflächen entwickeln. Die Hauptlast dieser Wiederbewaldungsarbeit, so Scherer und Joos, lag auf den Schultern der im Wald tätigen Waldbesitzer und Forstwirte. Bei einem Gespräch mit Forstwirten im Gengenbacher Staatswald würdigten beide diese außerordentliche Leistung. Er wisse sehr wohl, dass Natur von alleine wachse, er wisse aber auch, dass ein Wald, der den dringend benötigten erneuerbaren und nachhaltigen Rohstoff Holz produzieren und dem Waldbesitzer gleichzeitig Erträge bringen soll, einer intensiven Pflegearbeit bedarf, so Landrat Frank Scherer. Waldarbeit ist trotz der maschinellen Unterstützung vor allem in Steillagen immer noch eine sehr harte und unersetzliche Arbeit. Von Sturm Lothar noch vorhandene Wurzelteller mit altem Reisigmaterial und intensivem Brombeerbewuchs machen so manche Lothar-Fläche zu einem fast undurchdringlichen Dickicht. Umso mehr beeindruckten Joos und Scherer die von den Forstwirten und Waldbesitzern geschaffenen jungen Waldbestände. Bereits bei einer landesweiten Überprüfung hatte die Forstdirektion dem Pflegezustand der neu angelegten Waldbestände im Ortenaukreis ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. "Die Anlage und Pflege der Jungbestände im Ortenaukreis ist vorbildlich", lobte Forstpräsident Joos die Waldarbeit im Ortenaukreis.