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Offenburg, 10. September 2009 - Das Landratsamt Ortenaukreis hat gestern für seine am 24. Juli gegenüber der Firma German Pellets GmbH in Ettenheim erteilte Änderungsgenehmigung auf Erweiterung der Brennstoffarten einen so genannten Sofortvollzug angeordnet. Damit kann die Firma in ihrem Heizkraftwerk neben naturbelassenen Hölzern ab sofort auch Altholz einsetzen. Im Zuge der Prüfung des von German Pellets beantragten Sofortvollzugs und der eingegangenen Widersprüche gegen die Änderungsgenehmigung hat das Landratsamt Ortenaukreis das zur Genehmigung gehörende Qualitätssicherungskonzept weiter konkretisiert und niedrigere Grenzwerte für eine mögliche Belastung der zugelassenen Althölzer festgelegt. Danach müssen German Pellets und seine Zulieferer genauestens auf die Zusammensetzung der verwendeten Althölzer achten und diese ständig kontrollieren. Die Genehmigung umfasst gestrichenes, lackiertes, beschichtetes Holz sowie Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz und daraus anfallende Reste. Auf allen diesen Holzarten dürfen jedoch keine Holschutzmittel aufgetragen oder in Folge einer Behandlung in diesen enthalten sein. Auch dürfen Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten. Einen Anteil mit stärker belasteten Hölzern von bis zu zwei Prozent Gewichtsanteilen, wie er etwa in den Kategorien nach der Altholzverordnung toleriert wird, lässt das Landratsamt Ortenaukreis nicht zu. Nach Eingang des Antrags auf Sofortvollzug und der Widersprüche haben wir uns nochmals intensiv mit dem Qualitätssicherungskonzept befasst, damit die Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sicher eingehalten werden. Dazu haben wir die Grenzwerte für das zugelassene Altholz nochmals heruntergesetzt , betont Dezernent Franz Seiser vom Landratsamt Ortenaukreis . Das Qualitätssicherungskonzept wurde jetzt in soweit ergänzt, dass der Grenzwert für organische Holzschutzmittel unter die so genannte Nachweisgrenze gesetzt wurde. Bei den Schwermetallen darf der Anteil im Holz die Summe aus der allgemeinen Hintergrundbelastung und der üblichen metallischen Verunreinigungen etwa durch Anhaftungen aus Verarbeitungs- und Schredderanlagen nicht überschreiten. Gegen die Änderungsgenehmigung haben die BUND Ortsgruppe Ettenheim, die Stadt Mahlberg, sowie Bewohner von Mahlberg Widerspruch eingelegt. In den Widersprüchen werden in erster Linie Beeinträchtigungen der Gesundheit durch die Anlagen von German Pellets durch Lärm, Geruch und Luftschadstoffe geltend gemacht und der Einsatz von Althölzern abgelehnt. Diesen Widersprüchen konnten wir nicht stattgeben, da durch die gemachten Auflagen die Anforderungen des Gesetzgebers zum Immissionsschutz hinsichtlich der Luftschadstoffe erfüllt werden und Lärm und Geruch durch die zugelassenen Brennstoffe nicht negativ beeinflusst werden , so Seiser. Das Landratsamt Ortenaukreis wird die eingelegten Widersprüche nach Ablauf der Widerspruchsfrist dem Regierungspräsidium Freiburg zur Entscheidung vorlegen.